Sechs Jugendliche aus Peru nehmen noch bis Anfang März am Unterricht der Liebfrauenschule teil.

Freuen sich über ihre Gäste aus Peru: Liebfrauenschüler und Lehrerin Maike Schwich (r. ).
Freuen sich über ihre Gäste aus Peru: Liebfrauenschüler und Lehrerin Maike Schwich (r. ).

Freuen sich über ihre Gäste aus Peru: Liebfrauenschüler und Lehrerin Maike Schwich (r. ).

Kurt Lübke

Freuen sich über ihre Gäste aus Peru: Liebfrauenschüler und Lehrerin Maike Schwich (r. ).

Mülhausen. „Besonders der Schnee und die billige Schokolade sind ungewohnt für unsere Austauschschüler“, sagt Leonie Teichert, Oberstufenschülerin der Liebfrauenschule in Mülhausen. Die 17-Jährige und fünf weitere Klassenkameraden haben seit Anfang Januar Besuch aus Lima, der peruanischen Hauptstadt. Bereits zum zweiten Mal nimmt das Gymnasium am Austausch mit dem südamerikanischen Staat teil.

Austausch soll die Sprachkenntnisse auf beiden Seiten verbessern

„Insgesamt sind 30 Jungen und Mädchen nach Deutschland gekommen. Sie haben eine Woche in Berlin verbracht und wurden dann auf mehrere Schulen verteilt“, erklärt Spanischlehrerin Maike Schwich, die den Austausch mit ihrer Kollegin Christiane Welzel organisiert.

 „Wir waren bereits Schlittschuhlaufen und werden unseren neuen Freunden noch Aachen, Köln und Paris zeigen“, sagt Leonie, auch mit Blick auf die anstehenden Karnevalstage. „Darauf freuen wir uns alle“, ergänzen die Peruanerinnen.

Geplant wird der Austausch von der Organisation „CAPA“ (Centro de Amistad-Peruano-Alemán), die 1984 für peruanische Schüler und Studenten gegründet wurde. „Durch diesen deutsch-peruanischen Freundeskreis sollen die Deutsch-Kenntnisse verbessert werden. Außerdem verfeinern unsere Jugendlichen ihre Spanisch-Kenntnisse“, sieht Gerhard Göbel, Verwaltungsdirektor des Gymnasiums, einen beiderseitigen Nutzen in der Kooperation.

Per Bewerbungsschreiben und durch ihre langjährige Teilnahme am wöchentlich siebenstündigen Deutschunterricht haben sich die jungen Leute aus Lima für den Austausch qualifiziert. „Sie nehmen bei uns am Unterricht teil und schreiben jeden Tag ein Diktat“, beschreibt Leonie den derzeitigen Alltag. Um die Finanzierung des Projekts kümmert sich ebenfalls der gemeinnützige Verein, der damit zu einer besseren Völkerverständigung beitragen möchte.

Im Sommer steht der Gegenbesuch in Peru an

Im Gegenzug für die zweimonatige Gastfreundschaft dürfen die deutschen Teilnehmer im Sommer ihre Austauschschüler im 30 Millionen Einwohner zählenden Peru besuchen. Drei Wochen vor den Sommerferien fliegen die Jugendlichen zwölf Stunden nach Lima, um dort acht Wochen lang Kultur und Menschen kennen zu lernen.

Unterbringung und Verpflegung stellen dann die einheimischen Familien, die sich um Leonie und ihre Mitschüler kümmern werden. Die Mülhausener werden – zur besten Reisezeit –, im Juli und August, eine dortige Schule besuchen. „Dort wird es dann bestimmt nicht schneien“, sind sich die Mülhausener voller Vorfreude einig.

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