Aufgemotzte Karossen mit viel Liebe zum Detail waren Trumpf bei den Tuning- und Powerdays in Grefrath.

Den PS-starken Auftritt samt Models auf dem roten Teppich genossen viele Autofahrer in Grefrath.
Den PS-starken Auftritt samt Models auf dem roten Teppich genossen viele Autofahrer in Grefrath.

Den PS-starken Auftritt samt Models auf dem roten Teppich genossen viele Autofahrer in Grefrath.

Hüskes

Den PS-starken Auftritt samt Models auf dem roten Teppich genossen viele Autofahrer in Grefrath.

Grefrath. Hier darf Unvernunft ausgelebt werden: Bei den 3. Tuning- und Powerdays in Grefrath wurden Autos prämiert, die besonders laut sind. Schöne junge Frauen machten das Event noch interessanter. Karacho-TV suchte Models für den neuen Kalender des Bochumer Autotuners D & W. Organisator Günther Zaluskowski hatte den jungen Wilden und ihren aufgemotzten Karossen einen roten Teppich ausgerollt.

Jede Menge Schnickschnack und Sonderlackierungen

Vor einer Saloon-Kulisse interviewte er unter anderem Autofahrer, die sich rühmten, ein besonders lautes Auto zu fahren. Ramon aus Kalkar war mit seinem „schnellen Brüter“ vorgefahren, einem 19 Jahre alten Polo mit 113 PS und jeder Menge Schnickschnack wie einer Sonderlackierung in Froschgrün-Metallic. Sobald die Aspiranten das Zelt, das normalerweise die Außen-Eislaufbahn bedeckt, erreichten, machten sie sich daran, den mit sehr viel Liebe getunten Wagen abzutrocknen.

Zuvor hatten Autos und Models um die Gunst des Publikums gebuhlt. Robert Luppa (32) aus Düsseldorf war mit seinem veredelten, imposanten Ford Mustang vorgefahren. Passend zu der langen Motorhaube des Ami-Schlittens warf sich Model Ewa in die Brust – die junge Polin würde sich gerne im Kalender wieder finden.

Die blonde Angela präsentierte sich gemeinsam mit dem Audi A 4 von Timo Asbeck (30) aus Sprockhövel. Der Profi-Tuner, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat, hatte einen biederen Audi A 4 für 9000 Euro gekauft und dafür gesorgt, dass das Fahrzeug jetzt einen Wert von 47 000 Euro hat. Flügeltüren, eine Lackierung in Carrizzma-Perlorange sowie Monitore sogar an den Außenseiten der Türen waren ebenso Hingucker wie das zweite Lenkrad auf der Beifahrerseite: Mit ihm kann die Spielkonsole bedient werden.

Ein umgebauter Lupo mit 21 Bildschirmen

Björn Weißen aus Mönchengladbach musste viele Fragen beantworten, hatte er doch das originellste Gefährt mitgebracht: Einen schwarzen VW Lupo mit Airbrushlackierung und einem Anhänger auf dem hinteren Teil des Wagens mit Frontschaden. Das Prachtstück hat 21 Bildschirme von zweieinhalb bis 21 Zoll. Beim Antrieb ließ es der 29-jährige Installateur aus pragmatischen Gründen bei der 60-PS-Serienmotorisierung: „Ich darf mit dem Anhänger sowieso nicht schneller als 80 km/h fahren.“ Wie das Traumgefährt entstanden ist, hat er unter www.blacklupo.de dokumentiert.

Auf der Showbühne der Tuning-Days im Eissportzentrum Grefrath kann jeder sein Gefährt präsentieren. Eine Jury wählt die Prachtexemplare aus, die mit Pokalen ausgezeichnet werden.

Bei den Auszeichnungen geht es beispielsweise um die imposanteste Sonderlackierung, den lautesten Auspuff oder den interessantesten Umbau des Wagens.

Wer nun glaubt, Autoschraubereien machen einsam und sind reine Männersache, der irrt: Die allermeisten Tuning-Fans kamen in weiblicher Begleitung, die ebenfalls viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild legte. Und die Eigentümer der flachen, tiefen und oft in grellen Matchbox-Farben lackierten Autos wirkten ebenfalls nicht nachlässig: Bleistiftdünne Bärte, ausgefallene Tattoos, sorgfältig gegeltes Haupthaar waren schon fast Standard. Dass die jungen Leute keinen Spaß mehr an Autos haben – für diese These gab es am Wochenende in Grefrath keinerlei Beweise. Auch wenn diesmal ob des miesen Wetters weniger als die 4500 Besucher im vergangenen Jahr zu den Tuning- und Powerdays nach Grefrath kamen.

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