Besucher der Sporthallen sollen auf dem Schulgelände parken. Die Fragestunde der Einwohner lief aus dem Ruder.

Grefrath. Die Qual der Wahl: Bäume oder Beete, Pflaster oder Asphalt? Bei den im Dezember befragten Anwohnern ergab sich keine eindeutige Mehrheit, wie ihre Florastraße nach der notwendigen Kanalsanierung erneuert werden solle. Die Vorteile einer Pflasterung, die bei Bedarf leichter repariert werden könne, überzeugten den Bauausschuss: Er beschloss am Montagabend im Rathaus Oedt einstimmig die Erneuerung der Florastraße mit Pflastersteinen. Zudem soll es Beete mit Bodendeckern geben.

In einer verkehrsberuhigten Straße ist das Parken nicht erlaubt

Doch damit sind nicht alle Probleme gelöst. „Leider wird die Florastraße auch als Parkplatz für die Doppelsporthalle benutzt“, wies Hans-Joachim Monhof (SPD) auf einen Missstand hin. Weil das Parken in einer verkehrsberuhigten Straße eigentlich nicht erlaubt ist, soll die Zufahrt zum Platz an der kleinen Turnhalle auf dem Schulgelände ermöglicht werden. Zeiten für die Maßnahmen wurden nicht genannt, somit ist noch offen, wann die Anlieger zur Kasse gebeten werden.

Anwohner der Florastraße drängten in der „Fragestunde der Einwohner“ zu Beginn der Sitzung wegen „der hohen zu zahlenden Anliegerkosten“ auf eine „Alternativausschreibung Pflasterung und Asphaltierung“. Dem erteilte Bauamtsleiter Michael Räppel eine Absage: Doppelte Planungen bedeuteten auch doppelte Planungskosten. Eine Pflasterung sei nicht teurer.

Diese Fragestunde geriet zeitweise aus dem Ruder. „Ich zeige Ihnen die gelbe Karte“, drohte der sichtlich erregte Ausschuss-Vorsitzende Claus Möncks (CDU) Dieter Smikalla. Der Anwohner der Florastraße hatte zuvor provoziert: „Sie tun ja doch, was Sie wollen!“ Dann entglitt Möncks die Gesprächsleitung. Statt die Politiker zu fragen, diskutierten Bürger zeitweise miteinander oder gaben einfach ihre Meinung kund.

Michael Räppel trug zur aufgeheizten Stimmung bei, indem er einen Bürger belehrte, seine Frage zur Kanalisation gehöre in einen anderen Zusammenhang. Da oblag es Bürgermeister Manfred Lommetz, ruhig zur Mäßigung zu mahnen.

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