In Oedt wurde über die Zukunft der Mooren-Halle diskutiert.

wz-mobil
Diskussion vor Ort: Mitgebrachte Pläne für das Girmes-Gelände wurden am WZ-Mobil befestigt.

Diskussion vor Ort: Mitgebrachte Pläne für das Girmes-Gelände wurden am WZ-Mobil befestigt.

Lübke

Diskussion vor Ort: Mitgebrachte Pläne für das Girmes-Gelände wurden am WZ-Mobil befestigt.

Oedt. Für Helmut Artz wäre es „ein Verbrechen“, die Albert-Mooren-Halle abzureißen. Das sagte er gestern am WZ-Mobil zum Themenkomplex Girmes-Gelände und Zukunft Albert-Mooren-Halle. Die Rollende Redaktion stand an dem alten Firmengelände in Oedt. Artz sagte weiter, ihm sei wichtig, dass die Halle erhalten bleibe und dass sie in Schuss gebracht werde. Dazu gehören für ihn auch die zwei Kegelbahnen.

Den Vorsitzenden der Kegler-Gemeinschaft ärgert, dass für die Instandhaltung der Halle über Jahre kein Geld in die Hand genommen wurde. „An einem Gebäude nichts tun – das könnte sich kein Hausbesitzer leisten.“

Auch Notburga und Alfons Schneider sind für den Erhalt der Mooren-Halle. „Von der Größe her ist sie gut. Es wird ungemütlich, wenn es zu groß wird“, sagte Notburga Schneider mit Blick auf die Girmes-Hallen. Während Alfons Schneiderdie gelungene Architektur der Mooren-Halle lobte, sagte Stephanie Cornély: „Sie ist nicht gerade schön.“ Allerdings, fügte sie hinzu, sei sie eine Heimstatt für viele Vereine.

Stephanie Cornély wohnt direkt am Girmes-Areal und sieht die Pläne mit gemischten Gefühlen: „Ich freue mich, dass hier etwas passiert, aber ich habe als Anwohnerin kein Interesse an einem Disko-Betrieb mit den üblichen Begleiterscheinungen. „Es muss Stil haben, ein gewisses Niveau.“

Bürgermeister Manfred Lommetz betonte am WZ-Mobil, dass noch keine endgültigen Entscheidungen in die eine oder andere Richtung gefallen sind: „Wir sind im Bereich der Visionen und Überlegungen.“ Hausherr Helmut Pasch sagte, dass man der Gemeinde einen Vorschlag gemacht habe und nun die Politik am Zuge sei (siehe Info-Kasten).

Die Gemeinde hat das Problem, dass die Albert-Mooren-Halle sanierungsbedürftig ist. Die Rede ist von 800 000 Euro Kosten, doch auch die Summe von einer Million ist schon genannt worden.

Die Girmes Vermarktungs- und Entwicklungs GmbH von Jürgen Hamelmann und Helmut Pasch will auf ihrem Gelände auf jeden Fall Raum für Events bieten – ob mit oder ohne die Gemeinde.

„Bis spätestens Mitte des kommenden Jahres brauchen wir ein Ja oder ein Nein von der Gemeinde – kein Jein“, so Pasch. In Richtung der anwesenden Kegelfreunde sagte er, dass man auf dem Areal für eine Kegelbahn „Platz genug“ habe – „da brauchen wir auch keinen Keller für“.

Heinz-Josef Küppers plädierte für den Erhalt der Mooren-Halle, ebenso Katharina Verspai. Sie lobte die tollen Veranstaltungen dort. „Wir hatten noch nie solche Pächter, die sich so engagiert haben.“ Außerdem müsse die Halle im Zentrum bleiben, damit der Ort nicht auseinanderfalle.

„An der Halle ist gesündigt worden“, lautete die Meinung von Paul Jacobs. Das Gebäude habe viel zu viele Ecken. Ein Umbau wäre nötig, um die Kosten für den Unterhalt zu senken.

Peter Hormann zieht mit seinem Unternehmen demnächst auf das Girmes-Gelände und ist begeistert von der Idee, dort eine Event-Halle zu schaffen. „Girmes gehört zu Oedt. Und das ist ein superschönes Gebäude mit viel Potenzial“, sagt der Unternehmer. Das sei eine tolle Idee, um Leben in den Ort zu bringen. Konzerte oder Comedy in Kombination mit Gastronomie kann er sich dort gut vorstellen. „Warum probiert man nicht mal was Neues?“

Heinz Angenvoort hat als Tenor (unter anderem bei den Menskes-Chören) schon auf vielen Bühnen gestanden. Am 14. Dezember singt er im Rahmen eines Weihnachtskonzerts in der Mooren-Halle. Angenvoort sagte gestern am WZ-Mobil: „Die Halle hat eine tolle Bühne und sollte erhalten bleiben, solange es geht. Was die auf dem Girmes-Gelände bauen, ist mir gleich.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer