Die Eheleute Miertz sind passionierte Fotografen. Für ein gutes Foto riskiert Franz Miertz auch schon mal einen steifen Nacken.

Die Eheleute Miertz sind passionierte Fotografen. Für ein gutes Foto riskiert Franz Miertz auch schon mal einen steifen Nacken.
Grefrath-Postkarten aus ihren Foto-Motiven zu fertigen, plant das Ehepaar Miertz zusammen mit Regina Ringpfeil. Der Erlös soll für den Nabu Grefrath sein. Repro: Uschi Miertz

Grefrath-Postkarten aus ihren Foto-Motiven zu fertigen, plant das Ehepaar Miertz zusammen mit Regina Ringpfeil. Der Erlös soll für den Nabu Grefrath sein. Repro: Uschi Miertz

Karin und Franz Miertz mögen Fotos, vor allem die, die sie selbst gemacht haben.

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Grefrath-Postkarten aus ihren Foto-Motiven zu fertigen, plant das Ehepaar Miertz zusammen mit Regina Ringpfeil. Der Erlös soll für den Nabu Grefrath sein. Repro: Uschi Miertz

Grefrath. Schöne Bilder zu machen, daran haben Karin und Franz Miertz große Freude. „Es gibt, glaube ich, kein Motiv in Grefrath, das ich nicht schon mit der Kamera eingefangen habe“, sagt Franz Miertz. Der 72-Jährige ist täglich mit seiner Kamera auf der Jagd nach Motiven unterwegs. Karin Miertz, die als Baby Kinderlähmung hatte, und seit einigen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, widmet sich mittlerweile mehr der Verarbeitung und Archivierung der Fotos. „Die Arbeit am Computer macht mir viel Spaß“, sagt sie. Schränke voll von Alben zeugen von der intensiven Hobby-Arbeit des Ehepaars.

 

Serie: Niederrheiner

Karin Miertz wurde in Schlibeck geboren. „Meine erste Kamera habe ich als Schülerin durch eine Kindersendung im Radio gewonnen, weil ich ein Rätsel lösen konnte. Ich habe sie geliebt ohne Ende.“ Die Kamera existiert mittlerweile nicht mehr, die Leidenschaft für die Fotografie ist geblieben – mit einer Unterbrechung in ihrer Jugendzeit. Damit hat sie auch Franz Miertz angesteckt. „Ich habe mich zwar schon immer fürs Fotografieren interessiert, aber nie die Zeit dafür gefunden. Ich habe viel als Schreiner und später als Lkw-Fahrer gearbeitet“, sagt Miertz, der in Büttgen-Vorst geboren wurde und 1969 nach Grefrath gezogen ist. Mit der Familie Miertz, deren Kate zurzeit im Freilichtmuseum Dorenburg aufgebaut wird, ist er „um tausend Ecken“ verwandt.

Zusammenarbeit mit dem Grefrather Naturschutzbund

„Egal, wohin wir kommen, wir fotografieren“, sagt Franz Miertz, der jetzt seit 25 Jahren fotografiert. Das Ehepaar reist gerne, und zwar ausschließlich in Deutschland. „Es gibt so viele schöne Gegenden“, sagt Miertz. Er hat sich erst vor zwei Jahren eine Digitalkamera gekauft, davor hatte er eine Spiegelreflexkamera.

Über mehrere Jahre, so berichtet der Grefrather, hätten seine Frau und er Filme bei Foto Porst in Friedrichstadt entwickeln lassen. „Wir haben dort mehrmals Urlaub gemacht und direkt die Filme entwickeln lassen. Die waren so gut, dass wir das auch noch gemacht haben, als wir nicht mehr am Meer Urlaub gemacht haben“, sagt Franz Miertz.

Für ein gutes Foto riskiert er auch schon mal einen steifen Nacken. Beispielsweise als er versucht hat, ein attraktives Foto von den Falken, die im Turm von St. Laurentius gebrütet haben, zu schießen.

Die besten Aufnahmen hat das Ehepaar dem Naturschutzbund (Nabu) in Grefrath zu kommen lassen. Über die Falken, so Karin Miertz, seien die beiden auch zum Nabu gekommen.

Zusammen mit Regina Ringpfeil von der Buchhandlung Groß in Grefrath plant das Ehepaar eine Aktion zugunsten des Nabus. „Wir wollen Postkarten herausbringen und gegen eine Spende, die den Naturschützern zukommen sollen, abgeben“, berichtet Karin Miertz. Dazu haben sie und Regina Ringpfeil Aufnahmen an Niers und mit Grefrather Motiven ausgesucht und auf einer Karte zusammengestellt. „Schöne Grüße aus Grefrath“ und „Impressionen an der Niers“ steht auf den Karten. Der Nabu selbst hat bereits Postkarten mit Tiermotiven von Franz Miertz unter dem Titel „Vielfalt erhalten in Grefrath!“ herausgebracht.

Ebenfalls einen Einblick in die Foto-Arbeit von Franz Miertz bekommen Besucher, die sich die Ausstellung „Eisblumen und Schneewehen – Freud und Leid im Winter“ ansehen. Sie wird am 30. Oktober um 11 Uhr im Freilichtmuseum Dorenburg eröffnet.

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