Debatte über neue Leitungen in der Sitzung des Gemeinderates.

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Nach Angaben der Politiker ist der Bedarf nach schnelleren Internetleitungen in Grefrath groß. Symbol-

Nach Angaben der Politiker ist der Bedarf nach schnelleren Internetleitungen in Grefrath groß. Symbol-

dpa

Nach Angaben der Politiker ist der Bedarf nach schnelleren Internetleitungen in Grefrath groß. Symbol-

Grefrath. In der Gemeinde Grefrath gibt es einige Gebiete, in denen die Bewohner auf schnelles Internet warten. Erneut wurde das Thema jetzt auf politischer Ebene beraten. Elisabeth Lehnen (CDU) fragte am Montagabend in der Ratssitzung, wie man Vinkrath mit besseren Verbindungen versorgen könnte. Dass es dort Probleme gibt, bestätigten auch CDU-Fraktionsvorsitzende Wilma Hübecker und der SPD-Fraktionsvorsitzende Roland Angenvoort. Dieser sagte, dass dies für die Betroffenen kein Luxusproblem, sondern eine Frage der „grundlegenden Dinge des Lebens“ sei. So könnten Studierende beispielsweise nicht ihre Unterrichtsmaterialen herunterladen, wie es von den Universitäten gefordert wird.

Telekom, Unity Media und Glasfaser stellen sich vor

Bürgermeister Manfred Lommetz (parteilos) berichtete, dass es ein Angebot der Telekom gebe, dort sogenannte VDSL-Leitungen zu verlegen, dabei sei das letzte Stück der Übertragungsstrecke zum Kunden keine Glasfaser- sondern eine Kupferleitung. Immerhin verspreche das Unternehmen, dass es am Verteilungspunkt eine Übertragungsleistung von 50 Mbit gebe. Lommetz: „In den Häusern kommt natürlich weniger an.“

Der Bürgermeister bezeichnete das Angebot der Telekom, das bis Ende des Jahres gilt und für den ein Zuschussantrag von der Gemeinde gestellt wurde, als den „Spatz in der Hand“. Denn, „nachdem wir das Angebot der Telekom hatten, meldeten sich plötzlich die Deutsche Glasfaser und Unity Media“. Die Deutsche Glasfaser würde zwar nur Glasfaser verlegen, träte aber erst in Aktion, wenn 40 Prozent der betroffenen Haushalte einen Vertrag unterschrieben hätten. Solche Angebote macht das Unternehmen derzeit in vielen Kommunen. Von schlechten Erfahrungen aus Wachtendonk berichtete Wilma Hübecker. Und Lommetz hatte gehört, dass man „dort auch nicht so ganz zufrieden mit der Lösung“ ist.

Das Problem bei Unity Media sei, dass „die keinen anderen auf ihr Kabel lassen“, da sei die Telekom offener, so der Bürgermeister.

Um nun genauer zu erfahren, was sich die einzelnen Anbieter vorstellen, sollen sie ihre Karten im nächsten Bauauschuss auf den Tisch legen. Mitarbeiter des Unternehmens sollen dann ihre Konzepte vorstellen. Wobei die Ratsmitglieder betonten, dass eine schnelle Lösung für eine Umsetzung gefordert sei.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Jens Ernesti sagte, dass Glasfaser ein positiver Aspekt sei und gab zu bedenken, dass die Telekom ein „Monopolbetrieb“ sei. Werner Mülders, FDP-Fraktionsvorsitzender, entgenete, dass diese Firma aber eine deutsche und Unity Media eine aus den USA sei. Außerdem wusste er aus Mülhausen zu berichten, dass es dort mit Unity Media Schwierigkeiten gebe, da die Leitungen von der Telekom seien und bei Problemen jeder dem anderen die Schuld zuweise. Lee

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