Am 10. Februar 1946 gab es die Genehmigung zur Gründung der Partei. Das wird am Samstag auf dem Marktplatz gefeiert.

Dietmar Maus ist der aktuelle Vorsitzende der Grefrather Christdemokraten.
Dietmar Maus ist der aktuelle Vorsitzende der Grefrather Christdemokraten.

Dietmar Maus ist der aktuelle Vorsitzende der Grefrather Christdemokraten.

Dietmar Maus ist der aktuelle Vorsitzende der Grefrather Christdemokraten.

Die CDU-Bürgermeister in der Geschichte der Gemeinde Grefrath (v.l.): Josef Lepers, Dieter Dohmessen und Herbert Kättner. Archiv-

Dietmar Maus ist der aktuelle Vorsitzende der Grefrather Christdemokraten.

CDU, Bild 1 von 4

Dietmar Maus ist der aktuelle Vorsitzende der Grefrather Christdemokraten.

Grefrath. An diesem Wochenende feiert die CDU Grefrath ihr 70-jähriges Bestehen. Am 10. Februar 1946 wurde im Hause Juntermanns in Grefrath mit Genehmigung der britischen Militärregierung die erste Parteiversammlung abgehalten. Von den 90 Teilnehmern traten spontan 46 in die Partei ein, darunter auch der spätere Vorsitzende und erste Bürgermeister, der Vinkrather Landwirt Wilhelm Dammer. Am 2. Juni 1946 bildete sich unter Peter Trienes aus Kempen die Oedter CDU. Im September wurde die erste Kommunalwahl abgehalten, im Oktober 1948 die erste Gemeinderatswahl.

Kurz nach der Gründung verloren zehn Hühner ihren Kopf

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat die CDU die Politik der Gemeinde Grefrath maßgeblich mitgeprägt – anfangs noch zusammen mit der ihr nahestehenden Zentrumspartei. Und der Anfang der politischen Arbeit war ein „blutiger“, wie die Chronik der CDU zu berichten weiß. Denn zehn Hühner kostete es den Kopf, als Bürgermeister Wilhelm Dammer 1946 den ersten Rat nach dem Ende des Krieges zu einem für die damaligen Verhältnisse feudalen Essen einlud. In Oedt war von 1946 bis 1951 Heinrich Lennertz der erste Vorsitzende der CDU. Erster demokratisch gewählter Bürgermeister wurde im Oktober 1946 Robert Roebers.

Seither hielten die Christdemokraten stets die Mehrheit der Stimmen bei den Wahlen in den Altgemeinden Oedt und Grefrath. Die Zeit der kommunalen Neugliederung 1970 war auch für die Partei eine Herausforderung. Daran erinnert sich das Oedter CDU-Urgestein Heinz Panzer der von 1970 bis 2005 Ratsherr war, noch gut. Da habe es Sitzungen gegeben, vor denen sich die Oedter und Grefrather Christdemokraten trotz verordneter Einheit doch noch einmal unter sich getroffen haben, um ihre Positionen abzustimmen. „Wir haben dann irgendwann entschieden, dass das ein Ende haben muss“, sagt Panzer heute noch schmunzelnd.

Über seinen Vater, der selbst in der CDU aktiv war, war Panzer zu seiner Partei gekommen. Aber auch an die gute Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen erinnert er sich zurück. „Ich habe auch gute Vorschläge mitgetragen, die von der SPD vorgetragen wurden.“ Und es gab auch Zeiten, in denen überparteilich Beschlüsse, die kurz zuvor in der Sitzung gefasst worden waren, im Anschluss bei einem gemeinsamen Bierchen noch einmal überdacht und abgeändert wurden.

Parteiloser Lommetz durchbrach die CDU-Dominanz

Auch nach der kommunalen Neugliederung errang die CDU bei den Kommunalwahlen stets die meisten Stimmen und damit auch die meisten Sitze im Gemeinderat. Bis zur Wahl des parteilosen Manfred Lommetz im Jahr 2009 hatte die Union alle Bürgermeister in der Gemeinde Grefrath gestellt. Dies waren Josef Lepers (1970-1994), Dieter Dohmessen (1994-1999) und Herbert Kättner, der 1999 erster hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Grefrath wurde. Die

Junge Union wurde 1963 in Oedt, 1970 in Grefrath gegründet, die Frauen-Union 1983, die Senioren-Union 1993. Der heutige Grefrather CDU-Vorsitzende Dietmar Maus blickt angesichts des Jubiläums, das am Samstag gemeinsam gefeiert wird, dankbar zurück auf die 70-jährige Historie seiner Partei – mit Blick auf die Menschen, die in der Vergangenheit an wesentlichen Stellen an den Wurzeln unserer Demokratie in Grefrath mitgewirkt haben – und letztlich ein schönes, stabiles und friedliches Gemeindeleben mitbegründet und gestaltet haben, so Maus. Der CDU-Vorsitzende wirbt dafür, sich weiterhin für den Bestand der Demokratie einzusetzen. Für Maus ist die CDU „Kompetenzzentrum zur Erhaltung friedlichen Miteinanders vor unserem traditionellen christlichen Werteverständnis“.

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