Die Organisatoren rund um die Kolpingsfamilie hatten zum Sommerfest geladen.

Die Organisatoren rund um die Kolpingsfamilie hatten zum Sommerfest geladen.
Das Buffet war mit Speisen aus verschiedenen Ländern reich gedeckt.

Das Buffet war mit Speisen aus verschiedenen Ländern reich gedeckt.

Kurt Lübke

Das Buffet war mit Speisen aus verschiedenen Ländern reich gedeckt.

Grefrath. Es war gut was los. Die Tische beziehungsweise das Buffet waren gedeckt. Es gab unter anderem Salate, Blättertag mit Spinat, Wraps mit Dattelcreme und Rucola, rote Linsen in roter Bete. Der fünfjährige Kramnj, der eigentlich im Irak sein Zuhause hat, ließ sich die Frikadelle deutscher Art schmecken. Einmal mehr hatte das Café International in der Mensa der Grefrather Sekundarschule geöffnet.

Seit März des vergangenen Jahres wird dort das Angebot gemacht, sich zu begegnen. Initiator ist die Kolpingsfamilie Grefrath, in Kooperation mit der Flüchtlingshilfe. „Hier waren schon mal 60, aber auch schon mal nur zehn“, sagt Barbara Behrendt, die in der Gemeinde die Koordinatorin für die Flüchtlingshilfe ist.

Der bewährte Stamm der Kolpingmitglieder ist schon da, darunter Josef Nilges, Christian Kappenhagen, Sigrid und Alfred Wolters. Anfangs donnerstags, jetzt immer mittwochs, von 17 bis 19 Uhr, ist dieses Café geöffnet. Zu Beginn sind neben den Helfer und Helferinnen relativ wenige einheimische Deutsche da. „Es könnten einige mehr sein, auch um mit den Flüchtlingen das Gespräch zu suchen“, sagen übereinstimmend Barbara Behrend und Jörg Kuschkel, der seit längerem dort mit seiner Ehefrau Birgit mithilft.

Das kann der 18-jährige Jawid Alizade nur bestätigen, er war vor etwa 18 Monaten aus Afghanistan geflohen. Jawid besucht derzeit die Berufsschule in Kempen, will später mal was mit Fotografie machen, und sagt im gebrochenen Deutsch: „Ich habe viel zu selten die Gelegenheit, einmal Deutsch zu sprechen.“

Draußen vergnügen sich die Kinder mit einigen Spielen, drinnen wird gegessen und getrunken. Auch eine syrische Mutter hatte Speisen vorbei gebracht. Ebenfalls eine mehrköpfige Familie mit ihrer Mutter Shaunm aus dem Irak, die am Oedter Bruchweg wohnt. „Hier ist es schön, ich liebe vor allem den Sport“, sagt der junge Amany. Er hatte gestern Geburtstag feiert. Sein neues Alter konnte man auf dem Trikot lesen, das er bekommen hatte: Es war die 12.

Wie gesagt, morgen ist das Café wieder geöffnet. Neue Gäste sind immer willkommen. schö

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