Polizei: Weitere Untersuchungen sollen klären, ob Mandel-Operation als Ursache ausgeschlossen werden kann.

Grefrath/Krefeld. "Die Staatsanwaltschaft hat weiteren Feingewebe-Untersuchungen zugestimmt", sagte gestern Dietmar Greger, Pressesprecher der Krefelder Polizei im WZ-Gespräch. Er berichtete von den Ermittlungs-Fortschritten im Fall der fünfjährigen Grefratherin. Das Kind war am 27.November vier Tage nach einer Operation, bei der ihre Mandeln gekappt worden waren, im Kempener Hospital gestorben.

Der Vorfall hatte Aufsehen erregt, weil zwei Rewe-Mitarbeiter an der Schanzenstraße das stark blutende Mädchen und die Mutter auf ihrem Weg ins Hospital ins Büro des Supermarkts brachten, um den Notarzt zu rufen. Das Kind ist dann auf dem Weg in die Krefelder Helios-Kliniken im Rettungswagen gestorben. Später waren Vorwürfe geäußert worden, die Rettungswagen hätten zu lange für die Anfahrt gebraucht. Die Pressestelle des Kreises Viersen hatte dies zurückgewiesen. Vor Ort waren drei Notärzte, drei Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber.

Zurück zu den Ermittlungen: Diese hat die Krefelder Polizei übernommen, weil das Mädchen auf Krefelder Stadtgebiet gestorben ist. Mit den pathologischen Untersuchungen soll geklärt werden, "ob dem Operateur kein Vorwurf gemacht werden kann", so Greger. Im Anschluss an die derzeitigen Untersuchungen müsse - je nach Ergebnis- die Frage geklärt werden, "ob das Mädchen hätte gerettet werden können, wenn Rettungswagen oder Notarzt früher am Einsatzort eingetroffen wären", sagte der Polizeissprecher.

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