Gleich mit zwei Problemen haben die Gemeindewerke Grefrath zu kämpfen: Die Chlorung muss erneuert werden. Zudem hat das große Becken auf dem Dorenburg-Areal ein Loch.

Gleich mit zwei Problemen haben die Gemeindewerke Grefrath zu kämpfen: Die Chlorung muss erneuert werden. Zudem hat das große Becken auf dem Dorenburg-Areal ein Loch.
Fleißige Handwerker sind im Freibad bei der Arbeit. Durch die dicken Rohre kommt das frische Wasser ins Becken.

Fleißige Handwerker sind im Freibad bei der Arbeit. Durch die dicken Rohre kommt das frische Wasser ins Becken.

Auch am Rand des Kinderbeckens wird zurzeit gebuddelt.

Friedhelm Reimann, Bild 1 von 2

Fleißige Handwerker sind im Freibad bei der Arbeit. Durch die dicken Rohre kommt das frische Wasser ins Becken.

Grefrath. Das große Schwimmbecken und das Nichtschwimmerbecken im Grefrather Freibad Dorenburg sind noch ohne Wasser. Drumherum sind Gruben ausgehoben, durch die sich Rohre ziehen. Bauarbeiten statt Badespaß – die Eröffnung des Freibades wird daher noch ein paar Wochen auf sich warten lassen. Gleich mit zwei Problemen haben die Gemeindewerke Grefrath, die die Bäder betreiben, dort zu kämpfen: Die Chlorung muss erneuert werden. Zudem hat das große Becken ein Loch.

Das Gesundheitsamt verlangte 2016 eine Funktionsprüfung

Im vergangenen Jahr, berichtet Gemeindewerke-Geschäftsführer Erik Ix, verlangte das Gesundheitsamt eine Funktionsprüfung. Dabei wird kontrolliert, ob sich das frische, gechlorte Wasser auch in alle Ecken des Beckens verteilt. Das war aber nicht der Fall. Ix und sein Team hatten so etwas schon befürchtet. Denn: „Wir haben hier ein Becken mit Längsdurchströmung.“ Das frische, gechlorte Wasser kommt von der Rutschen-Seite und soll sich bis zur Seite mit den Sprungbretter verteilen. Auch wenn es im mittleren Bereich noch eine „Zwischenchlorung“ gibt, reicht das nicht aus. Im Bereich der Vertiefung unter dem Drei-Meter-Brett kommt davon nichts an. Heute würde man eine solche Längsdurchströmung nicht mehr bauen, sagt Ix. Daher haben die Gemeindewerke ein Ingenieurbüro eingeschaltet und einen Plan entwickelt. Über die gesamte Länge des 50-Meter-Beckens wird ein Edelstahlkanal verlegt, über den nun das gechlorte Frischwasser eingeführt wird. Dieser Kanal wird über die Querseite mit den Sprungblöcken weitergeführt, damit auch die Sprunggrube ausreichend Chlorung erfährt.

Die Lösung mit Edelstahlkanal sei die günstigste Variante gewesen, so Ix. Im Nichtschwimmerbecken, an dem man ein ähnliches Problem hat, hat man sich für das Bohren einzelner Löcher entschieden. Dort war diese Variante einfacher umzusetzen.

Problem Nummer zwei fiel nach Ende der vergangenen Schwimmsaison auf. „Unser Frischwasserverbrauch war 5000 Kubikmeter höher als sonst“, so Erik Ix. Das konnte nur eines bedeuten: Das Becken ist undicht. Durch Bohrungen hat man große Feuchtigkeit an der Dehnungsfuge entdeckt, an der der Nichtschwimmbereich endet und die Beckentiefe abfällt. Diese Fuge soll nun in der kommenden Woche verschlossen werden. Undichte Stellen im Beton zu erkennen sei nicht leicht. Daher bleibt ein Restrisiko, dass es noch andere Stellen geben kann. Erik Ix und sein Team sind aber optimistisch, dass sie die richtige Stelle ausgemacht haben.

Ein befürchteter Ausfall des Filters, wie das Bäderteam ihn im Herbst noch befürchtet hatte, hat sich dagegen nicht bewahrheitet. Ein kleinerer Schaden konnte recht unkompliziert behoben werden.

Bis zu 90 000 Euro wurden einkalkuliert

Bereits im Winter habe man mit den Planungen für die Sanierungsmaßnahmen begonnen. Die Arbeiten konnten erst im Frühling starten. Im Winter müsse das Wasser in den Becken bleiben, damit die Fliesen nicht wegen Frost abplatzen. Eine Vorrichtung sorgt dafür, dass das Wasser nicht gefriert.

Zwischen 60 000 und 90 000 Euro haben die Gemeindewerke für die Sanierung einkalkuliert. „Bisher sieht es auch so aus, als wenn wir damit auskommen“, so Ix. Bevor Wasser ins Becken kommen kann, stehen noch die „normalen“ Arbeiten an, die jedes Jahr nach dem Winter erledigt werden. So wird unter anderem das Becken neu gestrichen.

Sind alle Probleme behoben, wird eine neue Funktionsprüfung notwendig. All das braucht noch Zeit, aber dennoch ist Erik Ix optimistisch, das Bad zu den Sommerferien öffnen zu können. Und Schwimmfreunde können bisher noch das Hallenbad nutzen. Wann dieses in die Sommerpause geht, hängt davon ab, wann das Freibad öffnen kann. „Etwa drei Wochen bevor wir das Freibad öffnen, werden wir das Hallenbad schließen“, so Ix.

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