Neugierig schauen die jungen Falken aus der Luke ihres Nestes im Turm der Grefrather Pfarrkirche St. Laurentius.
Neugierig schauen die jungen Falken aus der Luke ihres Nestes im Turm der Grefrather Pfarrkirche St. Laurentius.

Neugierig schauen die jungen Falken aus der Luke ihres Nestes im Turm der Grefrather Pfarrkirche St. Laurentius.

Frank Grische begeisterte mit Witz und Akkordeon.

Dieses Schild hatten die Kempener in Oedt übersehen. Fotos (3): Kurt Lübke

Mit den gehäkelten Poller-Überzügen soll der Grefrather Ortskern schöner werden.

Nicole Wewior, Bild 1 von 4

Neugierig schauen die jungen Falken aus der Luke ihres Nestes im Turm der Grefrather Pfarrkirche St. Laurentius.

Grefrath. Die vier Turmfalkenkinder, die am 22. Mai im Brutkasten an der St. Laurentius- Kirche geschlüpft waren, sind jetzt ausgeflogen, teilte der Grefrather Nabu-Chef Rolf Brandt mit. Zum zweiten Mal wurden damit im Rahmen des Projektes „Lebensraum Kirchturm“ erfolgreich junge Turmfalken aufgezogen. Ihren Nachwuchs aufzuziehen, war für die Turmfalken-Eltern aber nicht immer ganz einfach. Denn erst einmal mussten sie ihr Revier gegen aufdringliche Dohlen verteidigen. Am 18. April legte das Weibchen dann aber das erste von fünf Eiern, haben die Naturfreunde akribisch notiert. Vier davon wurden ausgebrütet, am 22. Mai schlüpfte das erste von vier Küken.

Webcam: Einblick in Kinderstube

Die Entwicklung der kleinen Turmfalken konnten Interessierte live durch eine Webcam in der Buchhandlung Karl Groß an der Hohe Straße 25 verfolgen. Schon vier Wochen nach dem Schlüpfen wurden die Falkenkinder langsam flügge und trauten sich an die Luke des Falkenkastens. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gab es in diesem aber keine weiteren Kämpfe mit Dohlen: Rund um den Kirchtrum leben sie friedlich mit den Turmfalken zusammen. Am 26. Juni hat das letzte der Falkenkinder die Brutstätte verlassen. „Die jungen Turmfalken werden weitere vier Wochen von den Eltern begleitet und gefüttert. Danach verlassen sie ihren Geburtstort und suchen sich ein eigenes Revier“, sagt Brandt.

Zahlen I: 1000 Besucher im Freibad

Die Badesaison 2017 in Grefrath ist mit dem Ende der Sanierung des Dorenburg-Freibades endlich eröffnet. Lange mussten Besucher auf diesen Moment warten. Doch wer glaubte, das erste Wochenende der offenen Tür und der gefüllten Becken führe dazu, dass die Menschen in Schlangen anstanden, der sah sich getäuscht. Obwohl am Wochenende laut Britta Horster von den Gemeindewerken, Betreiber des Bades, 1000 Besucher gezählt wurden. Die, die sich auf den Wiesen und im Wasser tummelten, genossen das Badevergnügen ohne Anstehen an der Rutsche. Und zum Schluss Pommes mit Majo. Poseidon, was will man mehr?

Zahlen II: 1500 bei Nacht der Sinne

Ein voller Erfolg war die erste „Nacht der Sinne“ im Niederrheinischen Freilichtmuseum in Kooperation mit der Kreismusikschule (die WZ berichtete). Rund 1500 Besucher kamen in den Abendstunden auf das Museumsgelände, um den verschiedensten Klängen frei nach dem Motto „Lebenslust“ zu lauschen. Das Ambiente wurde durch die Beleuchtung stimmungsvoll, für Unterhaltung der Sinne sorgten neben jeder Menge Musik auch Kunst, Kultur und Schauspiel. Zum Abschluss des Abends spielte die Allstar-Band der Kreismusikschule ein Unplugged-Konzert und verabschiedete die Besucher mit bekannten Rock- und Popsongs in die Nacht. „Unsere Schauspieler und Musiker haben die Dorenburg und unsere Hofanlage zum Leben erweckt“, sagte Museumsleiterin Anke Wielebski.

Zehn Poller im Grefrather Ortskern zeigen sich modebewusst: Sie tragen seit ein paar Tagen gehäkelte Überzüge. Gefertigt wurden sie von der Handarbeitsgruppe des LVR-HPH-Netzes West (Heilpädagogische Hilfen für Erwachsene mit geistiger Behinderung). Die Überzüge sollen den Ortskern, verschönern erfuhr der Flüsterer. Die Handarbeitsgruppe trifft sich jeden Mittwoch um 17 Uhr im BeWo-Büro (Betreutes Wohnen) am Bergerplatz 2 in Grefrath.

Falsch geparkt? Ein klares Ja!

Über ein Knöllchen haben sich zwei Spaziergänger aus Kempen Anfang des Monats in Oedt aufgeregt und der WZ-Redaktion eine entsprechende Mail geschickt. „Am 4. Juli parkten wir in der Zeit von 11.15 bis 12 Uhr an der Mühlengasse/Niersbrücke anlässlich eines Spazierganges“, schreiben sie ihrer Mail, der den Flüsterer erreicht hat. Als sie zu ihrem Auto zurückkehrten, fanden sie die ungeliebte Knolle von 30 Euro vor. „Unsere Suche ergab jedoch keinen Hinweis auf ein Parkverbot ausgezeichnet durch Zeichen 260“, heißt es weiter. Aus diesem Grund wollen die Kempener das Verwarngeld nicht zahlen. Daher hat der Flüsterer bei der Gemeinde nachgefragt. „Die Ein- und Durchfahrt ist an dieser Stelle für alle Fahrzeuge verboten“, erklärt Norbert Franken vom Grefrather Ordnungsamt. Das Verkehrszeichen 260 sei kein Parkverbot-Zeichen, sondern eines, dass die verbotene Durchfahrt anzeige. „So ein Schild ist auch an der betreffenden Stelle zu finden“, sagt Franken. „Die Höhe des Bußgeldes ist dabei unabhängig von der Parkdauer und durch den Bußgeldkatalog bundesweit festgelegt. Für Fahrräder und den Landwirtschaftlichen Verkehr ist die Durchfahrt aber frei.“

Hamburger begeistert in Grefrath

Ausverkauftes Haus beim Auftritt des Hamburger Kabarett-Akkordeonisten Frank Grischeck in der Buchhandlung von Karl Groß an der Hohe Straße in Grefrath. Er spielte leise mit traurig melancholischem Gesicht, um seine Charakterrolle für den Abend zu formen. Im Wechselspiel zwischen Musette, Tango, Folk und Klassik zelebriert Grischeck sein Spiel auf einer Borsini Superstar, um immer wieder sein bedauernswertes Schicksal durch staubtrockene, pointenreiche Schilderungen zu illustrieren. Bissig und unerbittlich attackiert er die herkömmliche Volksmusikindustrie, die das Akkordeon in Verruf gebracht hat. Das Publikum wird immer wieder mit originellen Geschichten und pseudoinformativen Kenntnissen – der technische Aufbau des Akkordeon wird minutiös mit Fachtermini erklärt. Immer wieder dann Episoden aus der Straßenmusikszene, die vor allem von Russen, Bulgaren und Rumänen dominiert wird. Besonders „die Russen“ , die angeblich ihre russische Seele zur Schau stellen, schlecht spielen und dafür immer volle Hüte erhalten, gehen ihm auf den Keks. Dann zeigt der Meister, wie er als Deutscher die „echte“ russische Seele zum Klingen bringt. Und das Publikum tobt. Ebenso bei als Grischek zum Highlander wird und auf der Stelle tanzt: „So wie die Schotten es machen, weil es dort nur wenige Stellen gibt, die vom Regen verschont werden.“ Ohne Zugabe ließen die begeisterten Zuhörer den Hamburger nicht gehen.

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