Mit Horst Ertl sind weitere Glieder aus der evangelischen Gemeinde ausgetreten.

Vor vier Monaten ist Horst Ertl (Archiv-Foto) als Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde zurückgetreten.
Vor vier Monaten ist Horst Ertl (Archiv-Foto) als Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde zurückgetreten.

Vor vier Monaten ist Horst Ertl (Archiv-Foto) als Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde zurückgetreten.

Reimann, Friedhelm (rei)

Vor vier Monaten ist Horst Ertl (Archiv-Foto) als Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde zurückgetreten.

Grefrath. Vor vier Monaten ist Horst Ertl (Archiv-Foto) als Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde zurückgetreten. Nun folgte der Austritt aus der Kirche. „Ich bin über den neuerlichen Umgang mit den Ehrenamtlichen empört“, sagte der Vinkrather am Montag gegenüber unserer Redaktion. Und noch drei weitere Gemeindeglieder schlossen sich Ertl an. Darunter auch Thorsten von Schwerin, Mitglied des vorherigen Presbyteriums und des ehemaligen Bauausschusses.

Mit der Auflösung sei die Arbeit des Bauausschusses „abrupt beendet“

Den Ausschlag habe die Auflösung des Bauausschusses vom 14. Januar gegeben, so Ertl. Darüber seien die Mitglieder schriftlich informiert worden. „Damit wurde die langjährige, erfolgreiche und zeitaufwändige ehrenamtliche Tätigkeit von Kirchenbaumeister Hartmut Schwolow aus Oedt und seiner Mitstreiter abrupt beendet“, so der 62-Jährige. Er unterstrich die Arbeit von Schwolow: „Sie war eine Tätigkeit mit Akribie und Leidenschaft.“

Horst Ertl, der vor seinem Rücktritt im Oktober 2013 eineinhalb Jahren Vorsitzender des Presbyteriums war, hatte vorher vier Jahre das Amt des Finanzkirchmeisters. Mehrere große Baumaßnahmen hatte Ertl mitgetragen. 2009 hatte das Presbyterium einen Anbau und Umbauten für den evangelischen Kindergarten, das Gemeindebüro und die Friedenskirche in Grefrath beschlossen. Kosten: 910 000 Euro. 2011 und 2012 wurde gebaut – und noch immer beschäftigten zum Teil gravierende Mängel den Bauausschuss des Presbyteriums.

„Der Architekt hatte die Bauausführung“, sagte Ertl gestern. Mit fünf Handwerkern gebe es erhebliche Probleme, hatten Ertl und Schwolow im September vergangenen Jahres der Gemeindeversammlung mitgeteilt. Mängel gebe es unter anderem an Fenstern, Türen und Feuerschutztüren. Zudem gebe es Schwierigkeiten mit der Barrierefreiheit. 150 000 bis 200 000 Euro könnte die Beseitigung aller Mängel kosten. In einem Tüv-Gutachten sei vieles dokumentiert.

Für Ertl ist unklar, wer sich nun um die baulichen Dinge der evangelischen Kirchengemeinde kümmern wird. Denn ein neuer Bauausschuss sei nicht gebildet worden. Eine stichhaltige Begründung für diesen Schritt der Kirchengemeinde habe es auch auf seine Nachfrage von der Leitung der Kirchengemeinde und dem Presbyterium nicht gegeben.

Pfarrerin „will Ehrenamtliche aus der Schusslinie nehmen“

Die Aufarbeitung der Baumängel soll jetzt ein Bausachverständiger und Unternehmensberater übernehmen, sagte am Montag Pfarrerin Barbara Münzenberg auf Anfrage. Sie nahm zunächst schriftlich Stellung.

Im WZ-Gespräch betonte sie jedoch, dass die Auflösung des Bauausschusses nicht plötzlich geschehen sei: „Das stand schon länger im Raum.“ Es sei vor allem darum gegangen, „die Ehrenamtlichen aus der Schusslinie zu nehmen. Und die ganze Sache zum Ende zu zu bringen“.

 Und gleichzeitig läuft die nächste Maßnahme, die Renovierung des rund 50 Jahre alten Pfarrhauses in Grefrath, in das Pfarrerin Barbara Münzenberg in Kürze einziehen möchte. Sie trat im November die Nachfolge von Hartmut Boecker an.

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