Vor allem Wohnungen sind vermehrt das Ziel von Dieben.

Grefrath. Erneut meldete am Montag die Polizei einen Einbruch in Grefrath. Gegen 3 Uhr wurde eine Bewohnerin eines Büro- und Wohnhauses an der Hohe Straße durch Geräusche geweckt. Als sie nachsah, bemerkte sie eine kaputte Scheibe, konnte aber keine verdächtigen Personen mehr sehen. Die herbeigerufene Polizei stellte fest, dass Unbekannte vom Hinterhof des Hauses aus ein Fenster zu einem Abstellraum eingeschlagen hatten und eingestiegen waren. Der Versuch, eine verschlossene Innentür zum Hausflur einzutreten, scheiterte jedoch. Die Einbrecher verschwanden ohne Beute und unerkannt.

Im Vergleich mit dem Kreis ist der Anstieg nicht so eklatant

In den vergangenen Wochen gab es viele diese Einbruchsmeldungen aus Grefrath. Polizeisprecher Harald Moyses bestätigte am Montag auf WZ-Anfrage eine Zunahme dieser Delikte im vergangenen Quartal – nicht nur in der Niersgemeinde, sondern auch im gesamten Kreisgebiet. So stieg von Oktober bis Ende Dezember 2014 die Zahl an Geschäftseinbrüchen in Grefrath von null auf sieben, die in Schulen und Kitas von einem auf neun, in Firmen von sieben auf 14 und Wohnungseinbrüche nahmen von zehn auf 27 zu.

„Gemessen an der Einwohnerzahl von Grefrath ist das ein großer Anstieg. Doch die Zahlen müssen relativiert werden“, sagte Moyses. Denn im Gesamtvergleich im Kreis Viersen liege Grefrath im niedrigen Bereich. Wenn sich beispielsweise eine Tätergruppe auf Einbrüche in Grefrath spezialisiere, schlüge dieses deutlicher zu Buche, als wenn dies in der Stadt Viersen geschehe.

Es gibt noch keine konkrete Spur zu den Tätern

Wer für die Delikte in Gerfrath verantwortlich ist, kann zur Zeit noch nicht gesagt werden. Moyses: „Es gibt keine konkrete Spur.“ Beamte der Kommissariate in Kempen und Dülken seien mit den Vorfällen befasst. Seien es zum Beispiel auswärtige Diebe, so gestalte sich die Überführung der Täter schwierig.

Im Gegensatz zu früher hätten es die Einbrecher nicht mehr auf Laptops und Fernseher abgesehen, sondern hauptsächlich auf Geld, vielleicht auch das eine oder andere Schmuckstück. „Wenn wir dann einen Verdächtigen haben und Geld bei ihm finden, lässt sich nur schwer beweisen, dass dieses aus einem Einbruch kommt.“ Aus dem gleichen Grund würden auch gerne Automaten in Gaststätten und Geldkasseten in Schulen und Kitas aufgebrochen.

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