Im Grefrather Hauptausschuss ist ein Dauerthema zur Sprache gekommen: die Anerkennung freiwilliger Arbeit.

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Dirk Drießen (Grüne) brachte den Vorschlag einer Ehrenamtler-Ehrung in der letzten Ratssitzung des Jahres ein.

Dirk Drießen (Grüne) brachte den Vorschlag einer Ehrenamtler-Ehrung in der letzten Ratssitzung des Jahres ein.

Die Fraktion von Kirsten Peters (CDU) hatte vor einigen Jahren einen Bürgerpreis vorgeschlagen – ein konkretes Ergebnis gab es bislang nicht.

Der SPD-Fraktionschef Hans-Joachim Monhof (l.) sagte: „Wir machen unsere eigene Veranstaltung.“

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Dirk Drießen (Grüne) brachte den Vorschlag einer Ehrenamtler-Ehrung in der letzten Ratssitzung des Jahres ein.

Grefrath/Oedt. Klingt nach Kompromiss, ist aber keiner: Zwar kann sich die Gemeinde Grefrath eine repräsentative Feierstunde für ehrenamtlich engagierte Bürger nicht leisten, will ihnen aber zumindest in der letzten Ratssitzung eines Jahres „mit einem kleinen Präsent“ Anerkennung zollen. Das beschloss der Haupt- und Finanzausschuss am Montagabend im Rathaus Oedt.

„Seit fünf Jahren diskutieren wir nun darüber.“

Roland Angenvoort, SPD

Die SPD enthielt sich bei der Abstimmung. Fraktionschef Hans-Joachim Monhof sagte: „Wir machen unsere eigene Veranstaltung.“ Sie geht also weiter, die Diskussion um Grefrath und seine Ehrenamtler, die mancher als peinlich empfinden dürfte. „Seit über fünf Jahren diskutieren wir nun darüber“, klagt Roland Angenvoort (SPD).

So lange schon belassen es die Politiker bei Beteuerungen, wie unverzichtbar das freiwillige Engagement der Bürger ihnen ist. Die hehren Worte in Taten umzumünzen, etwa in die Einführung einer Ehrenamtskarte wie in anderen Kommunen oder zumindest die Ehrung in einer Feierstunde, darauf konnte sich die Gremien nie einigen.

„Es ist traurig und enttäuschend.“

Kirsten Peters, CDU

Kirsten Peters (CDU) gab zu: „Es ist traurig und enttäuschend.“ 2009 hatte ihre Fraktion einen Bürgerpreis vorgeschlagen; seitdem gab’s Beratungen, neue Vorschläge, Vertagungen, aber kein Ergebnis. Ähnlich erging es dem Antrag der Grünen vom Mai vergangenen Jahres, engagierte Mitbürger einmal jährlich zu ehren. Die Verwaltung war dagegen – „aufgrund der fehlenden Haushaltsmittel“.

Fassungslos ob der Debatten gab sich Wilma Hübecker (CDU): „Wir sind doch alle erwachsene Menschen!“ Immerhin fand der Alternativantrag, den Grünen-Fraktionschef Dirk Drießen einbrachte, eine Mehrheit: Ehrung von Freiwilligen in der letzten Ratssitzung eines Jahres.

Bürgerpreis mit Hilfe von Sponsoren

Für einen Hund müssen Halter in Grefrath künftig 80 Euro statt 66 Euro pro Jahr an Steuern entrichten, für einen sogenannten gefährlichen Hund statt der bisher normalen Hundesteuer nun 500 Euro, wenn nicht ein positiver Verhaltenstest beim Tier nachgewiesen wird.

Bisher waren in Grefrath 1468 Hunde registriert. Nach der Überprüfung von Haushalten stieg die Zahl der angemeldeten Hunde laut Kämmerer Wolfgang Rive „bis jetzt um 120“ auf derzeit 1588; das endgültige Ergebnis der Überprüfung stehe noch aus.

Doch das reicht der SPD nicht: „Wir haben einen Preis für Ehrenamtliche versprochen, und wir machen das“, gab Monhof bekannt. Vorschläge von Bürgern, Vereinen und Organisationen sollen einbezogen, mit Hilfe von Sponsoren ein Bürgerpreis ausgelobt werden.

„Lobenswert“ fand das Christdemokratin Peters, schränkte aber ein: „Das ist nur eine Parteiveranstaltung.“ Was die Sozialdemokraten nicht überzeugte: Sie enthielten sich bei der Abstimmung über den Alternativantrag der Grünen, planen nun ihren eigenen Bürgerpreis. Monhof: „Nee, wir machen das jetzt.“

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