Drei der aktuellen Ratsmitglieder treten nicht mehr an.

Die Grünen

Baum, Manfred

Grefrath. Fraktions-Vorsitzender Dirk Drießen (38, Foto: Baum) steht an der Spitze der Reserveliste der Grünen für die Gemeinderatswahl bei der Kommunalwahl am 25. Mai. Bei der Mitgliederversammlung in der Geschäftsstelle an der Hochstraße in Oedt wurde er einstimmig nominiert.

Als letzte der derzeit im Rat vertretenen Parteien bestimmten die Grünen ihre Kandidaten. Doch als erste in Grefrath haben sie ihr kommunalpolitisches Programm bis 2020 verabschiedet.

Im Frühjahr 1984 wurden in Grefrath die Bündnis-Grünen gegründet. Damals wie heute stehe die Frage im Mittelpunkt, „Wohin geht Grefrath und wie können wir die Zukunft mitgestalten?“, sagte Andreas Sonntag auf der von einem guten Dutzend Mitgliedern besuchten Versammlung. Man wolle die Bürgernähe stärken und rufe deshalb dazu auf, gemeinsam Visionen zu entwickeln. „Alle politischen Aktionsfelder bedürfen der nachhaltigen Entwicklung“, so Sonntag weiter.

„Motorisierter Individualverkehr“ im Ortskern soll reduziert werden

Erinnert wird im Wahlprogramm an den demografischen Wandel. Der werde im Jahr 2030 dazu führen, dass die über 60-Jährigen in Grefrath die größte Gruppe stellen werden. Die Jugend benötige Freiraum – deshalb wollen die Grünen durch eine alternative Finanzierung eine Halle schaffen. Oedt soll als „Kulturort aufgestellt“ werden.

Zudem wollen die Grünen eine klimaschonende, familien- und fahrradfreundliche Gemeinde. Im Grefrather Ortskern habe es in den letzten neun Jahren eine zusätzliche Verkehrsbelastung von mehr als 40 Prozent gegeben. Deshalb wird dort eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und die Umsetzung der Leitlinie „Vorfahrt für familien-, senioren- und umweltfreundliche Fortbewegungsmittel“ gefordert.

Auf den ersten zehn Plätzen stehen Dirk Drießen, Andreas Sonntag, Jens Ernesti, Marcus Lamprecht, Bettina Wimmers, die auf eine bessere Platzierung verzichtete, Maren Rose-Hessler, Markus Winkler, Evelyn Ernesti, Björn Pache und Daniel Steeger.

Die aktuellen Ratsmitglieder Peter Michael Kugel, Hans Jürgen Blasius und Beate Appel haben sich nicht mehr aufstellen lassen.

Als Kandidaten treten Dirk Drießen und Marcus Lamprecht an.

Bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 holten die Grünen 12,3 Prozent der Stimmen und bildeten mit vier Ratsmandaten die kleinste der vier Fraktionen. Nachdem Peter Michael Kugel von der CDU dazustieß, kamen die Grünen auf fünf Mandate – genau wie die FDP. 13 Sitze hat die CDU und elf die SPD.

Dazu gehört auch eine Anbindung an den Bahnradweg Kreis Viersen. Und weiter geht es: Wenn der Verkauf von Gemeindeeigentum geplant ist, soll es eine Bürgerbefragung geben. Und der finanzpolitischen Situation der Niersgemeinde räumen sie „höchste Priorität“ ein. mb

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