Die Ausschreibung ist gelaufen. Eine Entscheidung soll im April fallen.

Der Grefrather Aschenplatz soll zugunsten eines Kunstrasens aufgegeben werden.
Der Grefrather Aschenplatz soll zugunsten eines Kunstrasens aufgegeben werden.

Der Grefrather Aschenplatz soll zugunsten eines Kunstrasens aufgegeben werden.

Kurt Lübke

Der Grefrather Aschenplatz soll zugunsten eines Kunstrasens aufgegeben werden.

Grefrath. Die Fußballer des SV Grefrath und von SuS Vinkrath können möglicherweise schon bald auf Kunstrasen spielen. Die Ausschreibung für den geplanten Platz auf der Anlage „Auf dem Heidefeld“ ist gelaufen. Im Zuge der Haushaltsberatungen legte die Gemeindeverwaltung nun aktuelle Zahlen vor: Die Ausschreibung hat ergeben, dass der Platz 329 154 Euro kosten soll. Hinzu kommen noch Kosten in Höhe von 20 200 Euro für die Anschaffung eines Pflegegerätes.

Unterdessen hat die Gemeinde am 13. März einen Vertrag mit den Sportvereinen geschlossen, in dem sie zusagen, mindestens 31 000 Euro dazuzugeben. Für die Gemeinde blieben Kosten in Höhe von rund 318 000 Euro – also weniger als die zunächst im Haushalt veranschlagten 325 000 Euro.

Die Kritik der Grünen in der Ratssitzung, dass – neben den Kosten für die nun nachgemeldete Pflegemaschine – die Entsorgungskosten für die alte Asche nicht im Antrag der CDU auftauchten, weist Bürgermeister Manfred Lommetz auf WZ-Nachfrage zurück. Die Entsorgung sei in den Kosten für die Tiefbauarbeiten in Höhe von 90 000 Euro enthalten. Lommetz hofft, dass die Entsorgung sogar noch günstiger werden könnte, weil man noch nach alternativen Möglichkeiten schaue.

CDU, FDP und Bürgermeister Lommetz sind für den Kunstrasen. SPD und Grüne sprachen sich in den Haushaltsreden noch einmal dagegen aus. „Einen Bedarf für einen zweiten Kunstrasenplatz gibt es nicht und wird es auch in Zukunft nicht mehr geben“, so SPD-Fraktionschef Jochen Monhof. Das künstliche Grün in Oedt reiche aus.

Vereine haben das Geld für den Bau beisammen

Das Ausschreibungsergebnis wird nun im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss am 21. April vorgelegt und dann darüber entschieden. In Fußballerkreisen hofft man indes, möglicherweise schon zur neuen Saison im Spätsommer auf Kunstrasen spielen zu können. „Wir sind für das Projekt bereit“, sagte am Mittwoch Bernd Lommetz, Vorsitzender des SV Grefrath, auf Anfrage der WZ. Der Verein habe das geforderte Geld beisammen. „Wir haben Spenden bekommen und in den vergangenen Jahren schon Geld angespart“, so Lommetz. Der SVG zahle die Hälfte der 31 000 Euro, den Rest steuert SuS Vinkrath bei. Auch dort stehe die Summe zur Verfügung.

Nach WZ-Informationen soll die Firma Polytan, die in Grefrath eine Produktionsstätte hat, den Platz bauen. Das Unternehmen war jüngst auch beim Bau des Kempener Kunstrasenplatzes beteiligt. Dieser sorgte wegen der Sandverfüllung, mit der die Fußballer nicht zufrieden sind, für Schlagzeilen.

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