Die Ehrenamtspreise der Gemeinde Grefrath sind im Eingangsgebäude des Freilichtmuseums verliehen worden.

Die Ehrenamtspreise der Gemeinde Grefrath sind im Eingangsgebäude des Freilichtmuseums verliehen worden.
Bürgermeister Manfred Lommetz (1. Reihe links) verlieh die Ehrenamtspreise der Gemeinde Grefrath.

Bürgermeister Manfred Lommetz (1. Reihe links) verlieh die Ehrenamtspreise der Gemeinde Grefrath.

Kurt Lübke

Bürgermeister Manfred Lommetz (1. Reihe links) verlieh die Ehrenamtspreise der Gemeinde Grefrath.

Grefrath. Es gab einige Besonderheiten bei der Verleihung des Ehrenamtspreises gestern im Eingangsgebäude des Museums Dorenburg: Einer der Preisträger, Martin Rosenow, war im 14. Oktober verstorben – den Preis nahm seine Witwe Lieselotte entgegen. Die weiteren Preisträger sind die Grefrather Tafel, der Verein „Perspektiven für Oedt“ sowie Anne und Felix Reulen.

Bürgermeister Manfred Lommetz lobte alle Ehrenamtler in der Gemeinde: „Sie verleihen unserer Gemeinschaft ein menschliches Gesicht.“ Im Rahmen der Feierstunde wurde die Gleichstellungs- und Familienbeauftragte Annemie Quick in den Ruhestand verabschiedet.

Dass ein Orange-Rot den Ton in einigen Sitzreihen angab, lag an den vielen Mitgliedern des Roten Kreuzes, die zur Verleihung gekommen waren. Der Grund: Der aus Pommern stammende Martin Rosenow hatte sich über Jahrzehnte beim DRK in vorderster Front engagiert. „Er war sich selbst für nichts zu schade“, sagte Lommetz in seiner Laudatio. Der Malermeister wurde 1966 Zugführer des DRK Grefrath, er sollte dieses Amt 29 Jahre lang in vorbildlicher Weise ausüben. Außerdem gehörte er von 1975 bis 2009 dem Gemeinderat und einigen seiner Ausschüsse an.

Lob für die „Tafel“ und „Perspektiven für Oedt“

Die stellvertretende Bürgermeisterin Kirsten Peters hielt die Laudatio auf den Verein „Perspektiven für Oedt“: „Ihre Arbeit ist ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement“, lobte Peters. Sie erinnerte an die Auftaktveranstaltung am 29. April 2009 und dankte besonders dem „Initiator und Motor“, Georg Fasselt. Der stichelte scherzhaft: „Wir sind der Gegenpol zur politischen Arbeit, denn bei uns bewegt sich was.“ Der „Oedter Treff“ ist zu einem beliebten Treffpunkt geworden.

Roland Angenvoort, stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender der Grefrather SPD, würdigte die Leistungen der Grefrather Tafel: „2005 beschloss die „Grefrather Runde“, sich rechtlich der Nettetaler Tafel anzuschließen.“ Die Ausgabe der Lebensmittel erfolge in Grefrath und Oedt. „Rund 15 Personen verwalten, koordinieren, sprechen Unternehmen an und verteilen die Lebensmittelspenden gerecht und zügig“, hob der Laudator hervor. Mit ihrer freundlichen Art würden die Ehrenamtler es den Bedürftigen leichter machen, die Hemmschwelle zu überwinden und die Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Jens Ernesti, Fraktionsvorsitzender der Grefrather Grünen, hob die Leistungen von Anne und Felix Reulen hervor: „Seit 2003 leiten sie Kinderferienlager, 2006 übernahmen sie die Gesamtleitung.“ In dieser Zeit hätten sie rund 500 Kindern unvergessliche Urlaubsfreuden beschert. „Dies war der schönste Urlaub meines Lebens“, habe ihm einmal ein Kind gesagt.

Annemarie Quick wurde von Bürgermeister Lommetz zum Abschied mit Lob und Anerkennung geradezu überschüttet. Ein Kernsatz lautete: „Sie sorgte mit immer neuen Ideen dafür, dass sich unsere Gemeinde zu einem familienfreundlichen Kleinod entwickelte.“ Lommetz bescheinigte der Frau, die heute ihren letzten Arbeitstag hat, „maximale Sozialkompetenz“.

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