Die WZ sprach mit Bürgermeister Lommetz über Sparmöglichkeiten.

Es gibt Überlegungen, das Haus Johannes-Girmes-Straße19 a in Oedt, unter anderem Heimat des Deutschen Roten Kreuzes, zu verkaufen.
Es gibt Überlegungen, das Haus Johannes-Girmes-Straße19 a in Oedt, unter anderem Heimat des Deutschen Roten Kreuzes, zu verkaufen.

Es gibt Überlegungen, das Haus Johannes-Girmes-Straße19 a in Oedt, unter anderem Heimat des Deutschen Roten Kreuzes, zu verkaufen.

Es gibt Überlegungen, das Haus Johannes-Girmes-Straße19 a in Oedt, unter anderem Heimat des Deutschen Roten Kreuzes, zu verkaufen.

Friedhelm Reimann, Bild 1 von 2

Es gibt Überlegungen, das Haus Johannes-Girmes-Straße19 a in Oedt, unter anderem Heimat des Deutschen Roten Kreuzes, zu verkaufen.

Grefrath. Der Rotstift wird in den nächsten Wochen wohl oft in der Niersgemeinde zum Einsatz kommen.

Denn die Verwaltung hat in der jüngsten Ratssitzung an die Fraktionen Listen mit Vorschlägen für Einsparungen verteilt.

Damit sollen die Schulden von 19,1 Millionen Euro, die auch der Rückgang der Gewerbesteuer verursacht hat, abgefangen werden. Bis zu 500 000 Euro an Einsparungen haben die einzelnen Ämter ausgemacht.

„Wir sind nicht handlungsunfähig.“
Manfred Lommetz, Bürgermeister

„Jetzt müssen die Parteien entscheiden, wo der Rotstift angesetzt wird“, sagt Bürgermeister Manfred Lommetz (Foto: WZ-Archiv) im WZ-Gespräch. Das müsse gut bedacht sein, denn viele, wie Vereine und Organisationen, würden sich auf eine finanzielle Unterstützung der Gemeinde verlassen.

„Wir sind nicht handlungsunfähig. Einzelne Dinge können durchgewunken werden, führen aber automatisch zu höheren Kreditaufnahmen.“ Und trotz des Engpasses würden Kredite zurückgezahlt.

19,1 Millionen Euro, das sind die langfristigen Verbindlichkeiten der Gemeinde. Und statt der eingeplanten 4,2 Millionen Gewerbesteuern sollen in diesem Jahr nur 2,4 Millionen Euro in die Gemeindekasse fließen.

Nicht oder nur teilweise gezahlt werden soll z. B. der Zuschuss für die Liebfrauenschule (50 000 Euro), „Mum“ (6500 Euro), Gestoppt sind u.a. die Organisations-Untersuchung (40 000 Euro), der Sportentwicklungsplan (22 000), Investitionen in den Oedter Sportplatz ( 5400 Euro) und der Kauf von Sportgeräten (14 600).

Mit dem Haushalt 2014 wird die Gemeinde der Aufsichtsbehörde beim Kreis Viersen einen Zehn-Jahressparplan vorlegen, und darlegen. wie sie die Schieflage beheben will. Lommetz: „Sonst könnte wir in den Nothaushalt rutschen und hätten im schlimmsten Fall einen Sparkommissar hier sitzen.“

Damit dass nicht passiert, „müssen wir jeden Stein umdrehen“. Alle Möglichkeiten müssten abgewogen werden. Beispielsweise auch der Verkauf des Hauses Johannes-Girmes-Straße 19 a in Oedt. Lommetz: „Das DRK will selbst bauen. Es gibt es noch Mietwohnungen und einen Renovierungsstau.“

Eine der vielen Möglichkeit sei, die Zuwendungen an Vereine zu reduzieren oder auf das Maß anderer Kommunen zurückzufahren. Da der Rat den Plänen für das neue Rathaus im ehemaligen Entwicklungszentrum von Johnson-Controls zugestimmt habe, werde weiter geplant.

„Da kommen in diesem Jahr keine Kosten auf uns zu“, sagt Lommetz. Auch wenn zunächst Umbau und Umzug Geld kosteten, würde auf Dauer gespart. „Zwei Rathäuser und das Jugendheim ,Dingens’ können dann aufgegeben werden.“

„Finanzielle Situation motiviert dazu, zu kandidieren“

Beim Kunstrasenplatz am Eisstadion geht die Planung ebenfalls weiter: „Da hoffen wir auf die Unterstützung von den Vereinen.“ Weil der Platz in Vinkrath aufgegeben wird, werde auch hier gespart.

Auf die WZ-Frage: „Beeinflusst Sie die finanzielle Schieflage bei der Überlegung, sich erneut einer Bürgermeisterwahl zu stellen?“ gibt Lommetz eine klare Antwort: „Das motiviert eher dazu, zu kandidieren. Ich flüchte nicht bei Schwierigkeiten.“

Außerdem habe er noch Pläne, die er zu Ende bringen wolle. Wie beispielsweise die „Neuorientierung beim Personal. 2015/16 scheiden viele aus Altersgründen aus. Da möchte ich meine Pläne noch umsetzen.“

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