Der RSV Grefrath lud für Samstag zur Rad- und Country- Tourenfahrt.

Freizeit
Gut ausgerüstet machten sich die Radfahrer auf ihre jeweiligen Touren. Start und Ziel war am Eisstadion.

Gut ausgerüstet machten sich die Radfahrer auf ihre jeweiligen Touren. Start und Ziel war am Eisstadion.

Gut ausgerüstet machten sich die Radfahrer auf ihre jeweiligen Touren. Start und Ziel war am Eisstadion.

Grefrath. Bestens hatte sich der Radsportverein (RSV) Grefrath auf das große Event vorbereitet. „Wir sind von rund 600 Teilnehmern ausgegangen, haben zum Beispiel für jeden rund 200 Gramm Proviant eingekauft, vom Müsliriegel über Bananen bis zum Tee“, sagte beim Start RSC-Vorsitzender Helmut Peuthen. Wäre bei der 32. Grefrather Rad- und Country-Tourenfahrt nicht der Dauerregen am Samstagmorgen gewesen. So gingen diesmal nur 624 Radler auf die verschiedensten Etappen.

„Der Radsport ist okay. Aber am liebsten spiele ich nach wie vor Fußball.“

Jörgen van den Broek, 13 Jahre

Viele ließen bei dem Regen die Räder in den Garagen stehen. Erst am Mittag klärte es dann auf. Ein Kompliment an diejenigen, die mitmachten. So sah Ulrich von Danwitz aus wie ein begossener und gesprenkelter Pudel als er das Ziel am Eissportzentrum erreichte. Der 53-Jährige von „Staubwolke“ Fischeln wollte eigentlich mit seinem Mountainbike die 57 Kilometer lange Tour durch die Süchtelner- und Hinsbecker Höhen machen „Sch . . ., ich habe mich mehrmals verfahren, einige Markierung wohl nicht gesehen und bin kreuz und quer durch das hügelige Gelände gefahren“, sagte er. Anschließend ging er mit seinem Rad zum Waschplatz, danach direkt unter die warme Dusche.

Rund 50 Helfer des RSV waren an Start, Ziel und unterwegs an Kontroll- und Verpflegungsstellen im Einsatz. Darunter waren Renate Vester, Rosi Bröckels, Nicola Bischofs und das Ehepaar Reiner und Ruth Schneider. Die Eheleute sind selbst begeisterte Radsportler, sitzen im Jahr jeweils 15 000 Kilometer auf den Sätteln. Reiner Schneider ist seit dem Beginn der großen RSV-Touren der RTF-Fachwart beim Grefrather Verein, ist außerdem der Chef des Krefelder Radsportbezirks und gehört dem Präsidium des nordrhein-westfälischen Verbandes an. „Leider können wird diesmal nicht mitfahren, aber am nächsten Wochenende sind wir in Duisburg und Düsseldorf wieder dabei“, sagte der Funktionär.

Willicher und Neersener Radler waren auch dabei

An der Radtourenfahrt beteiligten sich diesmal 259 Rennradfahrer und -fahrerinnen: Sie strampelten alle für ihr Punktekonto. Denn für die diesmal ausgeschilderten Routen mit einer Länge von 42, 72 und 112 Kilometern gab es ein, zwei oder drei Punkte. RSC Essen Kettwig stellte mit elf Teilnehmern die stärkste Vereinsgruppe, gefolgt von den „Grenzfahrern“ aus Willich und dem Neersener Turnerbund, die übrigens am 27. Juni ihre eigene Radtourenfahrt durchführen. Bei den Mountainbikern, 365 waren es insgesamt, kam TuS Xanten mit neun Sportlern auf Platz eins, gefolgt von MSV Essen-Steele und den „Haardbikern“ aus Marl.

Gestartet werden konnte auch im Sportpark am Herungerberg im niederländischen Venlo. Dies nutzten 120 Niederländer. Darunter Roger und Jörgen van den Broek, Vater und Sohn aus Helmond. Der 47-jährige Roger, der seit 1990 Mountainbike fährt, hatte im vergangenen Jahr seinen Sohn überredet, mal mitzufahren. Der 13-jährige Jörgen meinte bei seiner Zwischenstation in Grefrath: „Der Radsport ist okay. Aber am liebsten spiele ich nach wie vor Fußball.“ Jörgen steht in seinem C-Team von Bruheze Helmond im Tor. Nach einer Stärkung am Eissportzentrum ging es dann wieder in Richtung Heimat. Auch Cracks einer Mountainbike-Vereinigung aus Venlo radelten mit. Ihr Name war an diesem Tage Programm: „Dust‘n Mud“, Staub und vor allem Matsch.

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