Bürgerpreis geht an Gruppen aus Grefrath und Elmpt sowie an Walter Tillmann.

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Strahlende Gesichter in der Dorenburg: Vier Preisträger (drei Gruppen, eine Einzelperson) wurden am Mittwochabend ausgezeichnet.

Strahlende Gesichter in der Dorenburg: Vier Preisträger (drei Gruppen, eine Einzelperson) wurden am Mittwochabend ausgezeichnet.

Lübke

Strahlende Gesichter in der Dorenburg: Vier Preisträger (drei Gruppen, eine Einzelperson) wurden am Mittwochabend ausgezeichnet.

Kreis Viersen. Von Dirt-Bikern über engagierte Oedter und einen Fachmann fürs Textile bis hin zu aktiven Senioren – in diesem Jahr schlägt der Bürgerpreis des Kreises Viersen und der Sparkasse in Sachen ehrenamtliches Engagement einen weiten Bogen. Am Mittwochabend wurden vier Preisträger im Grefrather Museum Dorenburg ausgezeichnet. In der Kategorie Alltagshelden gab es zwei Gewinner: die Initiative Perspektiven für Oedt und der Verein Älterwerden in der Gemeinde Grefrath.

„Ein ganzer Ort wird ausgezeichnet“, sagte Jurorin Birgit Roos (Vorstandsvorsitzende Sparkasse) über den Preis für die Oedter. Viele Organisationen und Bürger legen sich seit 2009 für ihr Dorf ins Zeug. Die beiden Gruppen der Initiative, die Künstlergruppe Bunte Gans und die Arbeitsgruppe für Ortsverschönerung, Verkehr und vieles mehr, haben einiges auf die Beine gestellt. Birgit Roos nannte Beispiele, darunter den Bücherschrank sowie Putz- und Aufräumaktionen.

Für die Initiative ist der Preis eine Anerkennung der Arbeit vieler Bürger, sagten Michael Schmidt und Georg Fasselt. „Das Ehrenamt lebt davon, dass mal einer kommt und sagt: ,Haste gut gemacht’“, so Fasselt. So könne man auch andere motivieren, mitzumachen.

Mehr als 450 ältere Menschen in verschiedenen Gruppen aktiv

„Sie haben Pionierarbeit geleistet, Alte vom Sofa zu holen und ihnen sinnvolle Freizeitaktivitäten zu bieten.“ So würdigte Landrat Peter Ottmann die Verdienste des Vereins Älterwerden in der Gemeinde Grefrath. Die Besonderheit des Vereins sei, dass man kein Mitglied sein und keinen Beitrag zahlen müsse, um mitzumachen.

Mittlerweile sind mehr als 450 ältere Menschen in 35 Gruppen dabei (unter anderem Wandern und Computer). Durch Aktivitäten könne man Körper und Geist fit halten, sagte Ottmann. „Das ist eine Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit von über 70 Aktiven, die die Gruppen betreuen und organisieren“, sagte der Älterwerden-Vorsitzende Winfried Hüren.

Für sein Lebenswerk wurde der „Vater“ des Textilmuseums Die Scheune in Hinsbeck-Hombergen, Walter Tillmann, ausgezeichnet. Vor 35 Jahren hatte der heute 87-Jährige begonnen, einen alten Hof zu restaurieren. Juror und Kreisdezernent Ingo Schabrich: „Schon allein das ist eine besondere Leistung.“ Aber damit ging es erst richtig los: Tillmann richtete ein Museum zur textilen Vergangenheit ein.

Walter Tillmann denkt noch nicht ans Aufhören. Er arbeitet an einem neuen Buch zum Thema „Wasser und die Stoffe aus denen unsere Kleider sind“.

In der Kategorie Unter-21 erhielten die Dirt-Biker aus Elmpt die Auszeichnung, die Robin Derricks (21) und Sebastian Holländer (18) entgegennahmen. Fünf Jugendliche hatten die Idee, das Außengelände des Jugendtreffs zur Dirt-Bike-Strecke umzubauen.

Bei dem Sport springt man mit Rädern über Erdhügel und zeigt dabei seine Tricks. Viel Arbeit und Engagement hatten die Jugendlichen in ihr Projekt gesteckt, bis im Sommer die Bagger anrollen konnten.

„Sie sind Vorbild für die Gesellschaft“, lobte Ottmann alle Preisträger. Der Bürgerpreis ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert. 30 Bewerbungen um den Preis waren eingegangen – so viele wie noch nie.

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