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Petra Elbers, Horst Strohschneider, Dagmar Drabben, Eberhard Collin, Stephan Drabben und Ralf Schmeink (v.l.) sind für die Gaslaternen.

Petra Elbers, Horst Strohschneider, Dagmar Drabben, Eberhard Collin, Stephan Drabben und Ralf Schmeink (v.l.) sind für die Gaslaternen.

Knappe

Petra Elbers, Horst Strohschneider, Dagmar Drabben, Eberhard Collin, Stephan Drabben und Ralf Schmeink (v.l.) sind für die Gaslaternen.

Lobberich. Stephan Drabben und 15 Nachbarn vom Windmühlenweg in Lobberich wollen nicht länger im Dunkeln bleiben: Seit November 2016 sind die Gaslaternen in ihrer Straße immer wieder defekt. Ende Februar haben sie sich mit einer Unterschriftenliste an den Stadtrat gewandt und die „unangenehme Situation“ gerade in der dunklen Jahreszeit geschildert: „Seit Monaten haben wir bei den Stadtwerken keine Reparatur der Leuchten erreichen können“, heißt es in dem Brief. „Wir wünschen den Erhalt des Straßenbildes mit Gaslaternen“, so Drabben. Bei den Gasleuchten handele es sich um erhaltenswerte Kulturgeschichte.

Lobberich sei letzte Kleinstadt mit authentischem Gaslicht

Auch an die CDU haben sich die Anwohner um Stephan Drabben gewandt. Lobberichs Ortsvorsteher Harald Post hat für Dienstag, 28. März, (19 Uhr, Windmühlenweg) eine Bürgerversammlung organisiert. Neben den Anwohner sind Vertreter der Stadtverwaltung und der Stadtwerke eingeladen. „Wir wollen uns die unterschiedlichen Möglichkeiten erklären lassen, insbesondere die Wirtschaftlichkeit und die Kosten“, erklärt Post.

Unterstützung erhalten die Hüter der Gaslaternen von Ralf Schmeink. Er ist Vorsitzender des Heimatvereins Stammtischrunde Lobberich. Der Verein hat bei der Mitgliederversammlung entschieden, die Anwohner des Windmühlenwegs zu unterstützen: „Lobberich ist weltweit die letzte Kleinstadt mit authentischem Gaslicht. Dieses gilt es, als Alleinstellungsmerkmal für Lobberich zu erhalten. Mit neu errichteten LED-Lampen, deren äußere Hülle einer Gaslaterne ähnelt, ist dies nicht zu machen.“ Schmeik gehört zudem zur Initiative „Pro Gaslicht“, die sich für den Erhalt von Gaslaternen einsetzt.

Bei den Stadtwerken Nettetal erklärt deren Geschäftsführer Norbert Dieling, dass die Gaslaternen aus den 1960er Jahren stammen: „Die gibt es nicht mehr.“ Bei den Laternen am Windmühlenweg sei die Zündsteuer-Einstellung defekt, die in Intervallen für eine Zündung und damit für Licht sorge. „Diese Teile gibt es nicht mehr“, sagt Dieling. Man habe mit verschiedenen Herstellern Kontakt aufgenommen. Einer könne jetzt eine modifizierte Steuerung stellen. Diese würde für alle Leuchten 5500 Euro kosten – dazu kämen Kosten für den Einbau. Insgesamt bis zu 11.000 Euro. Dieling betont: „Selbst mit der neuen Steuerung wäre es nur eine provisorische Lösung.“ Unklar sei zudem, wie lange diese halten würde. Ralf Schmeink verweist dagegen auf die Firma GICS Leuchten-GmbH, die dieses Leuchten-Modell „unverändert seit Jahren“ anbiete, Ersatzteile hätten die Firmen Braun und Trapp. Er meint: „Wenn es gewollt ist, könnte das Gaslicht in wenigen Tagen wieder leuchten.“

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