Seit an der Lindenallee ein Gesundheitszentrum eröffnet hat, sei langes Suchen notwendig.

Seit an der Lindenallee ein Gesundheitszentrum eröffnet hat, sei langes Suchen notwendig.
Rentner Paul Pauwels wohnt seit 17 Jahren an der Lindenallee.

Rentner Paul Pauwels wohnt seit 17 Jahren an der Lindenallee.

Busch

Rentner Paul Pauwels wohnt seit 17 Jahren an der Lindenallee.

Dülken. Morgens ist es besonders schlimm. Nachmittags auch. Und vormittags sowieso: „Wir Anwohner kriegen an der Lindenallee überhaupt keinen Parkplatz“, sagt Paul Pauwels. Gut, das ist etwas zugespitzt. Aber: „15 bis 20 Minuten muss man herum fahren, bis man einen Platz findet“, ergänzt der 70-Jährige. Und das sei nicht das einzige Problem, das die Nachbarschaft plagt. Wenn es stark regnet, bilden sich tiefe Pfützen auf der Straße, Baumwurzeln haben den Asphalt hochgewölbt, Autofahrer missachten Halteverbote und Tempo 30. „Wir haben die Nase voll“, sagt Pauwels.

Politiker lehnten eine Parkraumuntersuchung ab

Vor 17 Jahren hat der Familienvater einen Altbau an der Lindenallee gekauft. „Damals war hier rundrum nichts“, erzählt er. Dann entstand auf der gegenüberliegenden Straße ein Gesundheitszentrum. Ärzte und Physiotherapeuten bezogen dort Praxen, eine Apotheke eröffnete, auch Parkplätze wurden angelegt. „Da arbeiten 100 bis 120 Leute, die morgens hier parken“, berichtet Pauwels. Damit seien die meisten Flächen schon dicht, bevor überhaupt die ersten Patienten und Kunden kämen. „Seit 2010 ist das hier extrem schlimm.“

Der Rentner wandte sich an die Stadt Viersen. Er wollte wissen, ob die Anwohner Parkausweise bekommen und ob Parkflächen besser markiert werden können. Die Technische Beigeordnete der Stadt, Beatrice Kamper, sei auch tatsächlich im Januar 2016 mit Kollegen von der Stadtverwaltung zur Lindenallee gekommen, sagt Pauwels. Geändert habe das aber nichts.

Das Pfützen-Problem dürfte immerhin bald keines mehr sein

„Das ist wirklich grausam hier“, bekräftigt Nachbar Dieter Hoffmann. Anders als Pauwels hat er zumindest eine Einfahrt und einen eigenen Parkplatz neben dem Haus. Die Einfahrt sei nur leider häufig zugeparkt, sagt der 69-Jährige.

Stadtsprecher Frank Schliffke erklärt, dass sich die Verwaltung mit dem Anliegen der Nachbarschaft, Bewohnerparken zu ermöglichen, beschäftigt habe. „Zuletzt befasste sich der für diese Fragen zuständige Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss damit im März 2016“, sagt Schliffke: „Damals ging es vorrangig um eine Regelung für den Dülkener Ortskern, die Grundlagen sind aber auf alle Bereiche übertragbar.“ Der Ausschuss habe seinerzeit mehrheitlich eine Parkraum–untersuchung abgelehnt. „Eine solche Untersuchung ist aber zwingende Voraussetzung für weitere Schritte hin zu einem Bewohnerparken“, sagt Schliffke

Jetzt hoffen Pauwels und Hoffmann, dass bald zumindest nicht mehr nach Regengüssen das Wasser auf der Straße steht. Denn der Abwasserentsorger NEW lässt zurzeit den Kanal unter der Brabanter Straße und einem Teilstück der Lindenallee vergrößern. Ende Januar 2018 seien die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen, sagt eine Sprecherin des Unternehmens.

Sollten sich nach Abzug der Bauarbeiter weiterhin Pfützen bilden, „müsste von städtischer Seite nachgebessert werden“, sagt Schliffke. Mehrmals hätten Mitarbeiter der Stadt die Lindenallee begutachtet. „Dabei ergab sich kein zwingender Handlungsbedarf. Soweit zu erkennen war, entstanden Wasseransammlungen vor allem, wenn die Abflüsse durch Laub verstopft waren.“

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