Das Projekt „Erasmus Plus“ geht zu Ende. Am 25. Februar fliegen 14 Schüler nach England.

Das Projekt „Erasmus Plus“ geht zu Ende. Am 25. Februar fliegen 14 Schüler nach England.
Die Schüler des AMG blicken gerne auf die vergangenen zwei Jahre zurück.

Die Schüler des AMG blicken gerne auf die vergangenen zwei Jahre zurück.

Prümen

Die Schüler des AMG blicken gerne auf die vergangenen zwei Jahre zurück.

Dülken. Für Lily und Merle sowie weitere zwölf Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) in Dülken steigt die Spannung. Die Schüler der Stufen neun und zehn fliegen am 25. Februar nach England. Allerdings nicht für einen Schüleraustausch, sondern im Rahmen des Erasmus-Plus-Projekts der Europäischen Union (EU). Das Gymnasium nimmt erstmals an dem EU-finanzierten Angebot teil, das unter dem Titel „From Symbols to Symphonies“ über zwei Jahre läuft. Thema ist die Flüchtlingssituation in Europa. Beteiligt sind neben dem AMG eine Schule aus Spanien und eine aus England. „Wir hatten im vorigen Jahr ein Treffen hier bei uns. Es gab unter anderem einen Nachmittag mit Flüchtlingen und wir haben uns textlich sowie künstlerisch und musisch mit dem Thema auseinandergesetzt. Es war ein toller Austausch mit den anderen Schülern“, erzählt Merle. Die 16-Jährige hat, genau wie Lily, persönlichen Kontakt gehalten und freut sich jetzt auf das Wiedersehen mit ihren Freunden in England.

Dass das AMG am Erasmus-Plus-Projekt teilnimmt, verdankt es eigentlich einem Zufall. „Ich bin mit einer Kollegin nach England geflogen, weil wir den Kontakt zu einer früheren Austauschschule wieder herstellen wollten“, berichtet AMG-Lehrer Rainer Müdders. In der dortigen Schule in Peterborough im Osten Englands liefen gerade erste Planungen für die Teilnahme an dem EU-Angebot. Lehrer der spanischen Partnerschule waren ebenfalls vor Ort. Schnell war klar: Das AMG steigt mit ein. Die entsprechenden Anträge wurden auf den Weg gebracht, und die Zusammenarbeit startete mit einem ersten Treffen über eine Woche in Dülken. Es folgte im Herbst eine Woche in Spanien, der sich nun der England-Besuch anschließen wird.

Wegen der vielen Anmeldungen musste das Los entscheiden

Doch das AMG handhabt das Ganze noch ein wenig anders als die beiden Partnerschulen. Es können jeweils nur 14 Schüler und zwei Lehrer teilnehmen – die Nachfrage war bei der Vorstellung des Projekts in den damaligen Jahrgängen acht und neun aber so groß, dass die Schule beschloss, zwei Gruppen zu bilden. „Wir haben so 14 Schüler und zwei Lehrer, die nach Spanien geflogen sind und die gleiche Anzahl nochmals, die nun nach England fliegen werden. Von den anderen Schulen sind es je 14 plus zwei, die aber an allen drei Terminen teilnehmen“, erklärt Müdders.

Dennoch musste in Dülken das Los entscheiden, denn es meldeten sich mehr als 40 Schüler der beiden Jahrgangsstufen an. Auch wenn letztlich nur 28 Schüler in den Genuss eines Auslandaufenthaltes entweder in Spanien oder England kommen, brachten sich alle Interessierten ein, als die beiden Gruppen aus Spanien und England zu Gast in Dülken waren, berichten die Lehrer. „Es war eine tolle Zusammenarbeit. Die verbindende Sprache war Englisch“, sagt Müdders. Die 14 Schüler, die schon an einem Treffen in Spanien teilgenommen haben, schwärmen von der Woche. „Es war das schönste Erlebnis in meiner Schullaufbahn. Wir hatten bei der Zusammenarbeit viel Spaß. Ich habe nachher sogar in Englisch gedacht. Dazu habe ich viel von anderen Kulturen kennengelernt“, erzählt Annika. Als coole Erfahrung bezeichnet es Lina, und Greta spricht von internationalen Kontakten, die sie nicht mehr abreißen lassen möchte. Am liebsten würden alle, die in Spanien waren, auch mit nach England reisen. Doch sie müssen sich auf die Berichterstattung der anderen verlassen.

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