Zusammen mit Musikproduzent Philipp Kersting ist der Song „Nie wieder weg“ entstanden.

Zusammen mit Musikproduzent Philipp Kersting ist der Song „Nie wieder weg“ entstanden.
Jedes der zehn bis 14 Jahre alten Kinder hat einen Teil des Liedes über Viersen komponiert. Musikproduzent Philipp Kersting fügte alle Teile zusammen. Nun wird geprobt.

Jedes der zehn bis 14 Jahre alten Kinder hat einen Teil des Liedes über Viersen komponiert. Musikproduzent Philipp Kersting fügte alle Teile zusammen. Nun wird geprobt.

Knappe

Jedes der zehn bis 14 Jahre alten Kinder hat einen Teil des Liedes über Viersen komponiert. Musikproduzent Philipp Kersting fügte alle Teile zusammen. Nun wird geprobt.

Viersen. „Viersen – du bist ein Labyrinth“: So beginnt der Refrain des Liedes „Nie wieder weg!“, das acht Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren mithilfe des Musikproduzenten Philipp Kersting geschrieben haben. Der Weg zum Song war für die Kinder spannend. „Wir sind in die Stadt gegangen und haben Interviews mit den Leuten geführt“, erzählt Philine (12).

Dabei haben die Kinder notiert, was Viersen und die Viersener besonders macht. Die Ergebnisse sind vielseitig. So haben die jungen Songschreiber zum Beispiel erfahren, dass die Viersener eher still und zurückhaltend sind, manchmal aber auch stur. Heimat und Natur sind ihnen wichtig.

„Wie bei einem Labyrinth kann man in Viersen an jeder Ecke etwas Neues entdecken.“

Philine (12), Liedschreiberin

Die Song-Schreibwerkstatt ist Teil der Aktion Kulturrucksack des Landes Nordrhein-Westfalen. Hierbei können Kinder von zehn bis 14 Jahren kostenfrei Kultur erleben und an Projekten oder Workshops teilnehmen. In Zusammenarbeit mit den Kulturbüros der Städte Viersen, Krefeld und Willich leitet Kersting den Song-Workshop. In Viersen feilt die Gruppe in der Festhalle an ihrem Liedtext.

Die Idee mit dem Labyrinth hatte Philine: „Wie bei einem Labyrinth kann man in Viersen an jeder Ecke etwas Neues entdecken“, erklärt sie. Jeder Teilnehmer durfte zunächst alleine ein Stück des Songs schreiben. Kersting hat die Teile zusammengefügt. Außer den Interviews sind auch Assoziationsspiele hilfreich für den kreativen Prozess. „Ein Spiel hieß ,Ich schreibe meinen Song’ “, erzählt Alina (11). Es ist angelehnt an das bekannte Spiel „Ich packe meinen Koffer“. „Eine Metapher ist, wenn man etwas sagt, aber nur im Übertragenen meint“, weiß Philine. Auch das haben sie gelernt und in das Lied mit eingebaut. Die Melodie des selbst geschriebenen Songs geht in Richtung Pop und Sommerhit. Angelehnt ist er an die Musik von Pietro Lombardi.

Mit dem Text steht aber erst die eine Hälfte des Stücks. Die kleinen Musiker gehen in ein Tonstudio, um alles professionell aufnehmen zu lassen. „Die Kinder sind meistens total aus dem Häuschen, wenn sie zum ersten Mal ihre aufgenommene Stimme hören“, erzählt Kersting, Musiker aus dem Ruhrgebiet. Manche Zeilen müssen im Nachhinein noch verändert werden, „aber das gehört alles zum kreativen Prozess dazu“, sagt er. Schließlich gibt es sogar noch ein Musikvideo zum Song, das eine Art Projektdokumentation darstellt. Das Video wird auch auf Youtube zu sehen sein. Für die Teilnehmer ist es das erste Mal, dass sie einen Song schreiben.

Am Samstag, 13. Oktober, wird es nochmal aufregend für alle. Sie stellen ihr Werk im Kulturzentrum Fabrik Heeder in Krefeld auf der Bühne vor. Mit dabei werden auch die Kinder sein, die bei dem Projekt in Willich und Krefeld mitgemacht und dort Lieder geschrieben haben. Ab diesem Tag ist der Titel auch auf Plattformen wie Youtube, I-Tunes und Amazon zu erwerben.

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