Gestern rückten die ersten Bagger im Stadion am Hohen Busch an.

Gestern rückten die ersten Bagger im Stadion am Hohen Busch an.
Michael Berghausen (l.), Vorsitzender des 1. FC Viersen, und Hans Siemons, Platzwart am Hohen Busch, freuen sich, dass es endlich losgeht.

Michael Berghausen (l.), Vorsitzender des 1. FC Viersen, und Hans Siemons, Platzwart am Hohen Busch, freuen sich, dass es endlich losgeht.

Busch

Michael Berghausen (l.), Vorsitzender des 1. FC Viersen, und Hans Siemons, Platzwart am Hohen Busch, freuen sich, dass es endlich losgeht.

Viersen. Ein Trupp der Strabag-Sportstättenbau GmbH rückte gestern mit schwerem Gerät an, um im Auftrag des 1. FC Viersen den betagten Ascheplatz im Stadion am Hohen Busch in einen Kunstrasenplatz der neuesten Generation zu verwandeln. Es ist eine von vier Modernisierungsmaßnahmen für Freiluftsportstätten im Stadtgebiet, die laufen oder in naher Zukunft beginnen sollen. Veranschlagt ist das Projekt am Hohen Busch mit 360 000 Euro. Läuft alles nach Plan, kann ab Ende Mai auf dem neuen Untergrund gekickt werden.

Bereits Ende Mai soll auf dem Platz gekickt werden können

„Für uns ist der neue Platz ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsplanungen. Wir wollen versuchen, unsere Jugendarbeit weiter zu verbessern, um wieder Spieler aus dem eigenen Nachwuchs für unsere Herrenteams zu gewinnen“, sagte FC-Vorsitzender Michael Berghausen. Er ließ es sich gestern zusammen mit dem Viersener Ingenieur Uwe Zöllner, der den Verein unterstützt, nach den vielen Monaten der Planung freilich nicht nehmen, beim Baustart dabei zu sein. Berghausen ist allerdings klar, dass noch viel Geduld gefragt ist, bis die Jugendarbeit solche Früchte tragen kann. Doch dass die Viersener durchaus einen langen Atem haben, haben sie schon im Zusammenhang mit dem Kunstrasenprojekt unter Beweis gestellt.

Denn die ersten Vorstöße in diese Richtung hatte schon der ehemalige FC-Vorsitzende Klaus Fleßers im Jahr 2010 unternommen. Doch weil im Stadtgebiet zunächst die Modernisierungsmaßnahmen beim Viersener THC, beim ASV Süchteln und bei Concordia Viersen Priorität hatten, musste sich der 1. FC zunächst hinten anstellen. Richtig Fahrt nahmen die Pläne für den Hohen Busch dann Ende 2015 auf, als die Politik beschloss, die Sportpauschale des Landes bis 2022 im Voraus einzukalkulieren. Dadurch war vermeintlich genug Geld vorhanden, um auch die Projekte des TSV Boisheim. des Dülkener FC und der LG Viersen zu verwirklichen.

Der 1. FC Viersen erhält nun 270 000 Euro aus der Sportpauschale, muss also 90 000 Euro selbst aufbringen. Um das zu stemmen, erhalten die Viersener 40 000 Euro aus der Stiftung der Sparkasse Krefeld, 42 000 Euro haben sie an Spenden gesammelt. „Wir haben zwar so geplant, dass wir auch noch einen Puffer für unvorhergesehene Kosten haben, sind aber noch auf weitere Spenden angewiesen“, sagte Berghausen mit Blick auf die Tatsache, dass der 1. FC Viersen auch noch mit der LG Viersen das Innere des Stadions auf Vordermann bringen will. Dafür ist knapp eine Million Euro veranschlagt.

Doch jetzt steht zunächst der neue Kunstrasenplatz im Fokus, für den in den nächsten Wochen rund 900 Tonnen Bodenbelag ausgehoben werden. Dann wird eine Drainage verlegt, anschließend wieder Erde aufgefüllt, eine Elastikschicht verlegt und darauf der Kunstrasen verklebt. Der kommt aus Belgien. „Wir haben uns lange umgeschaut, bekommen jetzt aber ein Topprodukt“, sagte Berghausen.

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