2015 starben im Kreis 14 Menschen bei Unfällen, die Hälfte von ihnen waren Fußgänger.

Ein 33-jähriger Mann verunglückte im Juli auf der Rützkausener Straße (K 32) mit seinem Auto so schwer, dass er bei Eintreffen der Rettungskräfte nur noch tot aus dem völlig zerstörten Autowrack geborgen werden konnte.
Ein 33-jähriger Mann verunglückte im Juli auf der Rützkausener Straße (K 32) mit seinem Auto so schwer, dass er bei Eintreffen der Rettungskräfte nur noch tot aus dem völlig zerstörten Autowrack geborgen werden konnte.

Ein 33-jähriger Mann verunglückte im Juli auf der Rützkausener Straße (K 32) mit seinem Auto so schwer, dass er bei Eintreffen der Rettungskräfte nur noch tot aus dem völlig zerstörten Autowrack geborgen werden konnte.

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Ein 33-jähriger Mann verunglückte im Juli auf der Rützkausener Straße (K 32) mit seinem Auto so schwer, dass er bei Eintreffen der Rettungskräfte nur noch tot aus dem völlig zerstörten Autowrack geborgen werden konnte.

Kreis Mettmann. Selten musste Polizeichef Thomas Hendele die Präsentation der Verkehrsunfallzahlen mit einer solchen schlechten Nachricht einleiten: „Die Statistik schmerzt in einem Punkt ungemein: 2015 hatten wir 14 Verkehrstote im Kreis zu verzeichnen.“ Zum Vergleich: 2014 verstarb insgesamt eine Person im Straßenverkehr und in den Vorjahren war lag die Zahl immer im einstelligen Bereich. Doch Hendele verwies darauf, dass die Einflussmöglichkeit der Polizei bei vielen der Einzelfälle gering gewesen sei.

Bei einer Serie tragischer Vorfälle wurden Senioren von Autos erfasst

Sieben Mal starben 2015 Fußgänger auf den Straßen des Kreises, darunter vor allem Senioren. So geschah es am 17. Januar in Heiligenhaus (zwei Unfallopfer), am 25. Februar in Hilden, am 23. August in Velbert, am 26. November in Haan und am 1. Dezember in Velbert-Neviges. Lediglich bei einem Unfall am 24. November in Ratingen war es eine 33-jährige Frau, die von einem Auto erfasst wurde. Der Fahrer hatte eine rote Ampel übersehen.

Trotz der statistischen Spitze bei den Verkehrstoten, ist es im Kreis Mettmann weiterhin auf den Straßen sicherer als anderswo. Manfred Frorath, Abteilungsleiter Polizei, erklärte: „Das Risiko in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt zu werden, ist weiterhin 20 Prozent niedriger als der Landesschnitt.“ Das zeigt der Blick auf die Verunglücktenhäufigkeitszahlen, die jedoch seit 2010 in der Tendenz steigend sind. Die Quote der verunglückten Fahrer in Relation zur Einwohnerzahl war 2015 besonders hoch in Langenfeld – wo man sogar über dem Landesschnitt liegt – und außergewöhnlich niedrig in Erkrath, Insgesamt krachte es 13 066 Mal im Kreis (2014: 12 835).

Eine positive Entwicklung zeichnete sich 2015 bei den Verkehrsunfällen mit Kindern ab. Zwar wurden noch immer 148 Kinder in einen Unfall verwickelt, allerdings sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahr fast um 20 Prozent. Auch die Zahl der schwer verletzten Kinder und der Schulwegunfälle nahm ab.

Bei den Motorradfahrern ist weiterhin die überhöhte Geschwindigkeit ein gefährlicher Faktor. „In zwei der drei tödlichen Unfällen mit Motorradfahrern ist die Ursache auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen“, berichtete Peter Nieth, Leiter der Direktion Verkehr. Das Wetter begünstigte das Motorradfahren: 2015 zog sich die Saison wegen des milden Winters bis in den Dezember. Speziell an sommerlichen Wochenenden kontrollierte die Polizei schwerpunktmäßig die beliebten Motorradstrecken im Nordkreis.

Insgesamt stellte die Polizei mit verschiedenen Messtechniken 44 523 Geschwindigkeitsverstöße fest. Einer in Erkrath blieb den Beamten besonders in Erinnerung. Ein 48-Jähriger, der auf der Haaner Straße geblitzt worden war, kehrte eine halbe Stunde später zurück und versuchte, das Radargerät zu stehlen. Kurios: Eigentlich hätte er nur 25 Euro zahlen müssen.

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