106 Schüler des Gymnasiums in Wülfrath sammelten durch ein zweiwöchiges Praktikum die ersten Berufserfahrungen.

Großraumredaktion statt Klassenzimmer: Kimberly Schmitz und Tim Hildebrandt absolvieren ihr Praktikum bei der Westdeutschen Zeitung.
Großraumredaktion statt Klassenzimmer: Kimberly Schmitz und Tim Hildebrandt absolvieren ihr Praktikum bei der Westdeutschen Zeitung.

Großraumredaktion statt Klassenzimmer: Kimberly Schmitz und Tim Hildebrandt absolvieren ihr Praktikum bei der Westdeutschen Zeitung.

Simone Bahrmann

Großraumredaktion statt Klassenzimmer: Kimberly Schmitz und Tim Hildebrandt absolvieren ihr Praktikum bei der Westdeutschen Zeitung.

Wülfrath. Ob beim Elektriker, im Hotel, in der Uniklinik oder beim Fotografen: Die 106 Schüler der zehnten Klassen des Gymnasiums tauchen in diesen Tagen für zwei Wochen in die Berufswelt ein: Werkbank statt Schulbank, Kinderspielzeug statt Tafel.

"Alle Schüler haben aus eigener Initiative einen Praktikumsplatz gefunden", so Oberstudienrat Michael Herzog, der das Praktikum für die Jahrganstufe 10 organisiert.

"Wenn Einsätze kommen, darf ich sogar mitfahren", sagt Lena Krajewski (16). Sie "schiebt" Dienst in einer Polizeiwache in Hilden und muss nicht nur in der Stube bleiben. So ein Einsatz kann dann durchaus spektakulär sein. "Wie im Fall eines Jungen, der im Internet damit drohte, in der Schule mal so richtig "aufzuräumen. Diese Sache wurde jedoch aufgeklärt, und es stellte sich heraus das der Junge keinen Zugriff auf eine Waffe hatte,", so Lena im Gespräch mit der WZ.

Marius Rauen (16) absolviert sein Praktikum bei einem Rechtsanwalt in Wuppertal. "Ich bin jeden Tag im Gericht und verfolge die einzelnen Verhandlungen. Dabei geht es meistens um Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben," beschreibt er seine Tätigkeit.

"Ich möchte doch lieber weiterhin zur Schule gehen und mein Abitur bestehen."

Kristina Merk, Zehntklässlerin

"Durch mein Praktikum im Kindergarten Ellenbeek kann ich es mir gut vorstellen, einen Beruf bei dem man mit Kindern arbeitet, später mal auszuüben", so Kristina Merk (16). "Meine Aufgaben sind zum einen, mit den Kindern zu malen, zu basteln und zu spielen, aber auch manchmal unangenehme Tätigkeiten, wie den Kindern auf der Toilette zu helfen."

Florian Stenzel (16) hat einen "Traumjob". Er ist Fan des Fußball-Drittligisten Wuppertaler SV. Und in dessen Geschäftsstelle ist er jetzt tätig. "Dies ist eine klasse Möglichkeit, den Verein auch mal von einer anderen Seite zu erleben. Ich konnte sogar einige Spieler des Vereines treffen, wie beispielsweise den Torhüter Christian Maly und Neuzugang Marvin Braun", so Florian.

Nach zwei Wochen Job statt Gymnasium: Will man da überhaupt noch zurück in den schulischen Alltag? "Trotz neuer Erfahrungen und Einblicke in die Berufswelt möchte ich lieber weiterhin zur Schule gehen und mein Abitur bestehen," sagt Kristina Merk. Und die meisten ihrer Stufen-Kollegen sehen es ebenso. Das Praktikum endet heute.

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