Der Hauptschule reicht der städtische Zuschuss. Die Realschule zeigt Systemfehler auf.

Wülfrath. Der Förderverein Gymnasium hat das Gefühl, beinah ein Trägerverein der Schule zu sein. Wie sieht es bei den anderen weiterführenden Schulen der Stadt aus? Decken die Zuwendungen der Stadt den Bedarf? Die WZ hat sich umgehört.

"Wir müssen ja immer haushalten, aber eigentlich kommen wir mit dem Geld der Stadt aus", sagt Ulrike Preuss, Leiterin der Hauptschule Wolverothe. Frieder Winterberg, Leiter der Theodor-Heuss-Realschule, dagegen verneint: "Nein, die Pauschalen reichen nicht."

35 Euro je Schüler überweist die Stadt an die Schule als Sachkostenpauschale. Zudem erhält jede Schule 1000 Euro plus neun Euro je Schüler für investive Ausgaben. "Extra werden beispielsweise alle fünf, sechs Jahre Kosten für die Neuausstattung des Informatikraumes des Gymnasiums investiert", so Schulverwaltungsamtsleiter Dietmar Ruda.

Ulrike Preuss erinnert daran, dass die Hauptschule vor rund sechs Jahren grundsaniert wurde. Alle Räume haben Computer. Die Klassen sind vernetzt. "Wir können nicht klagen", sagt sie. Und angesichts sinkender Schülerzahlen stelle sich auch nicht die Frage nach neuen Möbeln.

An der Realschule sieht das anders aus. Und Winterberg pflegt auch in diesem Punkt das offene Wort. Gäbe es den Förderverein nicht, könnte man nicht einmal eine Wand schön anstreichen. Eigentlich müssten regelmäßig neue Möbel für zwei bis drei Klassen erneuert werden, "weil Ausgaben anstehen, die unabwendbar sind".

Der Förderverein Gymnasium sucht noch engagierte Arbeitskräfte mit Übungsleiterschein, die in der Übermittagsbetreuung montags, dienstags und donnerstags, jeweils von 13.30 Uhr bis 14.15 Uhr, die "Offene Sporthalle" betreuen und beaufsichtigen.

So ist im Physikraum die Lampe eines Beamers für Dias multimediale White Board ausgefallen. Eine neue kostet 300 bis 400 Euro. Die Kopierkosten würden der Schule davon laufen. Einer der Hauptverursacher: das Land und dessen Vorgaben. So werden von der Bezirksregierung die Unterlagen für Lernstandserhebungen und zentrale Prüfungen zugemailt. Die Schule druckt sie aus und kopiert sie zu tausenden.

Ein Problem, das aktuell Realschule (wie auch Gymnasium) drückt: die Stadthalle. Sie ist schließlich die Aula der Schulen, in der die Abschlusszeugnisse feierlich überreicht werden - wenn sie denn nutzbar ist. Da das nicht feststeht, musste sich die Realschule sicherheitshalber im Paul-Ludowigs-Haus einmieten: "Und wer trägt dafür die Kosten?" Eine Frage, die er schon ans Schulverwaltungsamt weitergereicht hat.

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