Stadt muss seinen Dispo-Kredit erhöhen.

Wülfrath. Die Verschuldung wächst im Spurt - und der Kämmerer muss reagieren: Das Limit des städtischen Überziehungskredits reicht nicht mehr aus. Bis zu 40 Millionen Euro darf die Stadt ihr Konto überziehen. Wird der Satz nicht erhöht, droht schon im März ein Zahlungs-Engpass. Und deshalb soll der Finanzausschuss in seiner Sitzung am 17. Februar beschließen, dass der Höchstbetrag der Kredite zur Liquiditätssicherung sogar auf 55 Millionen Euro angehoben wird.

Auf Nachfrage der WZ erklärt Kämmerer Stephan Hölterscheid die Notwendigkeit. Kurzfristig habe sich die Liquiditätssituation der Stadt noch einmal verschärft. Nach der Schlussrechnung 2009 über den Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer sowie der Gewerbesteuerumlage wurde deutlich, dass Wülfrath rund 1,3 Millionen Euro an die Landeskasse zurückführen musste. Außerdem fiel außerplanmäßig eine Gewerbesteuerrückzahlung in Höhe von etwa 770 000 Euro an. Gelder, die Wülfrath nicht hat.

Ein Blick in die vorläufige Liquiditätsplanung lässt erkennen, dass sich die Lage im Laufe dieses Jahres weiter verschlechtern wird. Wurde der Dispo im Januar noch mit 38 Millionen Euro in Anspruch genommen, sollen es im März bereits 42,6 Millionen Euro sein. "Höhepunkt der schlechten Zahlen ist der Oktober: Da liegt der Liquiditätskredit bei rund 54,2 Millionen Euro. Für Hölterscheidt ist also klar: Will Wülfrath flüssig sein, muss der Höchstbetrag des Dispos nach oben angepasst werden.

Der Ausschuss tagt am 17. Februar um 17 Uhr öffentlich im Ratssaal.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer