Der Förderverein sucht nun auch passive Mitglieder. Weitere Sponsoren wurden gewonnen.

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Der HWM ist ein Markenzeichen, das man ab sofort nicht nur mit einem Besuch unterstützen kann. Interessenten können auch passives Mitglied im Förderverein werden.

Der HWM ist ein Markenzeichen, das man ab sofort nicht nur mit einem Besuch unterstützen kann. Interessenten können auch passives Mitglied im Förderverein werden.

Simone Bahrmann

Der HWM ist ein Markenzeichen, das man ab sofort nicht nur mit einem Besuch unterstützen kann. Interessenten können auch passives Mitglied im Förderverein werden.

Wülfrath. Vielleicht war die Vorbereitungszeit für den 34. Herzog-Wilhelm-Markt (HWM) nicht die einfachste. Aber in den Tagen vor dem morgigen Start häufen sich die guten Nachrichten: Fördervereins-Vorsitzender Hans-Peter Altmann kann weitere Sponsoren melden. "Und wenn nur die Hälfte der Leute kommt, die sich jetzt für den Eröffnungstag ankündigen, kann gar nichts mehr schief gehen", ist er zuversichtlich.

"Robbie Williams - covered by Decoy": Dieses Projekt klingt vielversprechend - und hat sich rumgesprochen. "Da wollen ganze Gruppen in Bussen kommen", sagt Altmann. Er hat vorsorglich die Wülfrather Polizei informiert, dass sich bei gutem Wetter einiges in Richtung Kirchplatz bewegen wird. Ab 19 Uhr steht die Formation auf der Bühne.

Schlesischer Streuselkuchen in der "Slonska Budka" oder Killepitsch bei den Musikfreunden: Das sind nur zwei der kleinen Änderungen, die die Budenbetreiber in ihren Angeboten vorgenommen haben. Zur kleinen Erfolgsgeschichte scheint sich eine andere Neuerung zu entwickeln: Noch hat das Kinderkarussell keine Runde gedreht, doch jetzt hat es schon spendable Fürsprecher gewonnen.

Nach der Ashland Südchemie Kernfest GmbH steigt auch die Credit- und Volksbank ein. "Damit haben wir nahezu alle Kosten bereits abgedeckt", jubelt Altmann. Nutznießer davon werden die Gruppen sein, die das Karussell an den HWM-Tagen betreuen: vornehmlich Kindertagesstätten. Unter ihnen werden fast alle Einnahmen aufgeteilt. Altmann bedauert in diesem Zusammenhang, "dass sich nicht alle Einrichtungen an der Betreuung beteiligen".

"Es ist einfach wunderschön, wenn sich der Kirchplatz zur gemütlichen, funkelnden Budenstadt verwandelt."

(Bürgermeisterin Claudia Panke)

Zu Gewinnern können auch die Kunden des Karussells werden. Der Wülfrather Kinderfahrzeug-Hersteller Puky hat fünf Fahrzeuge gespendet, die unter den Käufern der Fahrchips verlost werden sollen. Sie müssen lediglich ein Los ausfüllen und dieses in die Lostrommel am Bagage-Häuschen des Fördervereins gegenüber der Bühne einwerfen. Am Sonntag, 6. Dezember, werden gegen 17 Uhr nach dem Auftritt des Ölberg-Kinderchors die Gewinne verlost. Nur wer anwesend ist, kann auch gewinnen.

Von 17 bis 22 Uhr ist am Freitag der HMW rund um den Kirchplatz geöffnet. Offiziell wird der 34. HWM am Samstag um 11 Uhr unter anderem mit Bürgermeisterin Claudia Panke eröffnet. In einer zehnseitigen Sonderveröffentlichung stellt die WZ am Donnerstag Höhepunkte aus dem Programm des HMW vor.

Den 34. HWM will der Förderverein auch dafür nutzen, sich neu aufzustellen, sich zu öffnen. Aktuell hat er 33 Mitglieder - in erster Linie sind es die Budenbetreiber. "Wir wollen eine Werbeaktion starten und neue, passive Mitglieder gewinnen", so Altmann. An allen Buden werden sogenannte Lesezeichen ausgelegt, auf denen erklärt wird, wie jedermann Mitglied und damit HWM-Förderer werden kann.

Altmann: "Alle sagen, dass sie den HWM mögen. Viele betonen, wie wichtig der Markt für Wülfrath ist. Nun kann jeder sich für dieses Markenzeichen stark machen." Mit einem Mindestbeitrag von zwölf Euro ist man dabei. "Wenn zum Beispiel 100 Leute Mitglied werden, sind das schon rund 1000 Euro mehr, die wir zum Beispiel fürs Programm einsetzen können", rechnet Altmann vor.

Eine große Anhängerin des Marktes ist Bürgermeisterin Claudia Panke. "Er war für mich immer ein Höhepunkt im Jahr. Es ist einfach wunderschön, wenn sich der Kirchplatz zur gemütlichen, funkelnden Budenstadt verwandelt", sagt sie.

Der HWM sei stets eine Art Klassentreffen gewesen, "wo man sich traditionsgemäß wiedergesehen hat". Als Bürgermeisterin sehe sie jetzt "mehr denn je" die historische Komponente. Nach dem großen Brand im 16. Jahrhundert habe die Wirtschaft im Dorf brach gelegen. Die steuerfreien Märkte, die Herzog Wilhelm gewährt habe, sollten einem Aufbruch dienen.

"Das auf heute projiziert heißt auch, dass man zusammenhalten muss, wie es auf dem HWM schon vorgelebt wirbt: Händler, Ehrenamtler, Vereine und Städtepartner arbeiten gemeinsam."

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