Die Eltern- Kind-Gruppe des TBW kommt zurzeit bei der Kita an der Wilhelmstraße unter. Die Kooperation hat sich schon als fruchtbar erwiesen.

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Sven (zwei Jahre) tobt wie die anderen Kinder gerne im Bällebad – und seine Mutter Nadine Tiebel passt auf, dass es dabei nicht zu wild zugeht.

Sven (zwei Jahre) tobt wie die anderen Kinder gerne im Bällebad – und seine Mutter Nadine Tiebel passt auf, dass es dabei nicht zu wild zugeht.

Simone Bahrmann

Sven (zwei Jahre) tobt wie die anderen Kinder gerne im Bällebad – und seine Mutter Nadine Tiebel passt auf, dass es dabei nicht zu wild zugeht.

Wülfrath. Der kleine Sven schmeißt sich ins Bällebad, aus dem viele bunte Bälle fliegen. Seine Mutter Nadine Tiebel steht ständig parat, um den Zweijährigen in die richtigen Bahnen zu lenken, wenn es mal etwas wilder wird.

Beide gehören einer der drei Eltern-und-Kind-Bewegungsgruppen des Turnerbunds (TBW) an, in der Kinder zwischen einem und zweieinhalb Jahren montags von 10 bis 11 Uhr Koordination und Motorik üben. Weitere zwei Gruppen finden am Donnerstag statt.

Gegenseitige Unterstützung nicht nur bei Festen

Weil momentan das Dach der Turnhalle an der Lindenschule repariert wird und die Grundschüler zum Sportunterricht in den eigenen Bewegungsraum ausweichen mussten, waren auch die Gruppen des TBW gezwungen umzuziehen. Seit drei Wochen springen, spielen und krabbeln sie nun durch den Bewegungsraum unterm Dach der Kindertagesstätte Wilhelmstraße.

"Wir haben eine Kooperation mit dem TBW, deshalb war es für uns selbstverständlich, dass wir unsere Hilfe anbieten", sagt Angelika Oster, die Leiterin der Kita. Gegenseitige Unterstützung findet nicht nur bei Festen statt. Auch bei ähnlicher Platznot wie bei der Krabbelgruppe wird ausgeholfen, so zum Beispiel bei der Unterbringung von Athleten während der TBW-Sportveranstaltungen. Ein positiver Nebeneffekt für die Kita ist, dass schon nach kurzer Zeit bereits vier Kleinkinder aus den Bewegungsgruppen für das nächste Jahr angemeldet wurden.

Da an der Wilhelmstraße der einzige Wülfrather Bewegungskindergarten ist, macht eine Zusammenarbeit mit dem Turnerbund Sinn. Die Erzieherinnen der Kita sind vom Landessportbund zertifizierte Turnübungsleiterinnen, die auch regelmäßige Prüfungen ablegen müssen.

Die Ausbildung und weitere nötige Gerätschaften wurden von der Stadt mitfinanziert. "Das muss man der Stadt in der derzeitigen Lage hoch anrechnen, wie toll wir unterstützt werden", lobt Oster.

Ebenfalls voll des Lobes ist Friederike Müller-Münter, die Leiterin der Montagsturngruppe, die noch mindestens bis zu den Sommerferien im Dachgeschoss der Kita Kinder und Eltern krabbeln lassen wird.

"Zum Glück haben wir hier einen tollen Unterschlupf gefunden. Die Kinder haben sich gleich an die Umgebung gewöhnt und freuen sich über neue Geräte wie das Bällebad oder die Kletterrutsche", sagt Müller-Münter über ihre neuen Gastgeber. Mit diesen Materialien fällt es der Übungsleiterin leicht, Sozialverhalten, selbstständige Bewegung, Gefahrenerkennung und Motorik mit den Kleinen, die seit letzten Sommer zusammen sind, zu üben.

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