Am Dienstag kann die Wasserwelt wieder geöffnet werden. Die Besucher erwartet mehr Komfort.

Freuen sich über die neuen Kabinen (v.l.): Amtsleiter Dietmar Ruda, Architekt Uwe Sander, Sabine Ebertz (WWW), Bad-Chef Gerd Höhndorf, Eidth Jungheim (Sportamt) und Anette Rische (WWW).
Freuen sich über die neuen Kabinen (v.l.): Amtsleiter Dietmar Ruda, Architekt Uwe Sander, Sabine Ebertz (WWW), Bad-Chef Gerd Höhndorf, Eidth Jungheim (Sportamt) und Anette Rische (WWW).

Freuen sich über die neuen Kabinen (v.l.): Amtsleiter Dietmar Ruda, Architekt Uwe Sander, Sabine Ebertz (WWW), Bad-Chef Gerd Höhndorf, Eidth Jungheim (Sportamt) und Anette Rische (WWW).

Simone Bahrmann

Freuen sich über die neuen Kabinen (v.l.): Amtsleiter Dietmar Ruda, Architekt Uwe Sander, Sabine Ebertz (WWW), Bad-Chef Gerd Höhndorf, Eidth Jungheim (Sportamt) und Anette Rische (WWW).

Wülfrath. 30 Grad Celsius: So warm soll das Wasser sein, wenn das Hallenbad am kommenden Dienstag wieder öffnet. Die Kabinen-Modernisierung ist abgeschlossen, das Filter-Problem ist behoben. Und beim Anblick des neuen Kabinen-Trakts ist Schwärmen durchaus erlaubt.

Die ersten Veränderungen werden schon vor den Kabinen sichtbar. Zwei große Spiegel zwischen den Zugängen sind nicht nur Service für die sich frisierenden Badegäste, sondern bescheren dem Vorraum eine großzügige Weite. Die Türen im kräftigen Blau sind neu. Mit fetten Lettern beschriftet, sind sie auch Wegweiser für Sammel- und Einzelumkleiden, die die Seiten gewechselt haben.

Nicht nur verschönert, sondern grundsaniert

Hell, freundlich und, ja, sogar ein bisschen schick - das ist der erste Eindruck von den Kabinen. Unterschiedliche Grautöne und ein dezentes Gelb dominieren. Das Sichtmauerwerk an den Flurwänden ist weiß gestrichen. Die Wände der Kabinen-Elemente sind aufgestelzt. Das wirkt luftig, nimmt dem Trakt die Enge.

Um die 16 geräumigen Einzelkabinen gruppieren sich 60 Schränke. Auch eine Familienkabine mit Wickeltisch ist vorhanden. "Das gehört heutzutage dazu", merkt Wasserwelt-Betriebsleiter Gerd Höhndorf an. Sechs in der Höhe verstellbare Haartrockner gehören zur Ausstattung dieses Bereiches.

Je einen Fön gibt es in den vier Sammelumkleiden. "Diese Aufteilung gibt uns die Möglichkeit, zwei Schulklassen parallel zu betreuen", so Höhndorf. Die Umkleiden mit insgesamt 120 Schränken sind abschließbar. Wertschließfächer gibt es neuerdings auch direkt im Badbereich.

Mit einem Warmwassertag (30 Grad) wird das Bad am kommenden Dienstag, 9. Februar, wieder eröffnet. Ab 6.10 Uhr werden die ersten Frühschwimmer erwartet. Ab 11 Uhr sind die Schulen im Haus. Für die Allgemeinheit ist die Wasserwelt dann wieder von 14 bis 22 Uhr geöffnet.

Die TBW-Schwimmer mussten für die Sanierungsphase nach Wuppertal zum Training ausweichen. Dreimal die Woche ging’s ins Leistungszentrum Küllenhahn. Ab kommender Woche kann sich der Turnerbund im heimischen Becken auf den Osterwettkampf in Ware vorbereiten. Übrigens: Einige Schwimmer haben sich die ausrangierten, blaugemusterten Schranktüren der Wasserwelt als Souvenir gesichert.

"Eine Punktlandung", ist es laut Uwe Sander, Architekt bei der GWG, bei den Kosten geworden. 180 000 Euro waren veranschlagt. "Und damit sind wird ausgekommen", betont er. "Alle Handwerker haben sehr gut mitgearbeitet." Und jede Firma habe dem Bad eine Spende überlassen: So kann der Besucher sich über neue Ablagen vor den Spiegeln oder ein großes Waschbecken im Einzelumkleiden-Sektor freuen.

Die Sanierung war dringend nötig

Dass es sich nicht um eine Aufhübschungsaktion, sondern eine Grundsanierung handelt, unterstreicht Schulverwaltungs- und Sportamtsleiter Dietmar Ruda. "Es gut, dass wir es von Grund auf gemacht haben." Der Estrich unter den Fliesen sei ebenso kaputt gewesen wie die Bodenabflüsse auch. "Auf das Ergebnis können wir alle stolz sein." Es sei richtig gewesen, die Sportpauschale anzusparen. Ruda: "Das ist eine Investition in die Zukunft. Wir werden weniger Bauunterhaltungskosten haben."

Dass das Bad nicht wie erhofft im Januar wieder eröffnet werden konnte, lag an der defekten Filteranlage. "Filter können erst kontrolliert werden, wenn das Wasser abgelassen ist", so Höhndorf. Im engen Dialog zwischen GWG und Wasserwelt konnte eine Lösung für den Defekt gefunden werden. Ein Spülbehälter wurde umgebaut. "Dadurch konnte auf eine komplett neue Filteranlage verzichtet werden", erklärt Sander. Diese hätte mindestens 150 000 Euro gekostet und die Arbeiten um ein Vierteljahr verlängert. Die genauen Kosten für die Reparatur stehen noch nicht fest. Ruda: "Für die Stadtkasse war’s auf jeden Fall positiv."

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