Der Betriebsrat legt am Freitag ein eigenes Konzept vor.

Wülfrath. Glücklich waren die Ford-Mitarbeiter... Hinter dem Kürzel Forveruka verbirgt sich der Ford-Versicherungs- und Unterstützungsverein. Dieser zahlt den Fordlern nach dem Eintritt in den Ruhestand eine Betriebsrente aus.

Die Mehrzahl der heutigen 600 Tedrive-Mitarbeiter an der Henry-FordII.-Straße kommen in den Genuss dieser Zahlung. Und doch kommt diese Betriebsrente ins Gerede. Anlass dazu gibt die Tedrive-Geschäftsführung. Der Insolvenzverwalter prüft zurzeit den Verdacht, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr keine Zahlungen in die Betriebsrentenkasse getätigt hat.

Alexander Lennemann, Sprecher der Kölner Insolvenzverwalters, bestätigt der WZ, dass nicht klar ist, ob die Zahlungen 2008 getätigt wurden. "Deshalb müssen wir prüfen", so Lennemann. Die Beschäftigten müssten sich aber keine Gedanken machen.

Der Pensionssicherungsverein werde die Renten sicherstellen. Die Kosten trägt dann wohl die Allgemeinheit. Zur Erinnerung: Tedrive hatte bereits die Zahlungen für die Altersteilzeit unrechtmäßig nicht vorgenommen.

Am kommenden Freitag findet im Werk eine Betriebsversammlung statt. Es ist durchaus möglich, dass der Insolvenzverwalter dann erste Details des weiteren Vorgehens skizzieren wird. Auf jeden Fall wird der Betriebsrat seinerseits ein Sanierungskonzept vorstellen.

Schon am Dienstag wird der Betriebsrat seinerseits in Klausur gehen und den Konzeptentwurf durchsprechen. Das bestätigte Vorsitzender Ahmed Yildiz der WZ. Ein Aspekt des Konzepts könnte die Einführung von Kurzarbeit sein. Yildiz: "Das sichert auch Arbeitsplätze."

Yildiz betonte ferner, dass für den Betriebsrat die Aufrecherhaltung der Ausbildung unumstößlich sei. "Die Ausbildung in diesem Werk wird 2009 25 Jahre alt." Er befürchtet jedoch, dass die Zahl der Azubis sinken könnte.

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