Verein „Hilfe für Kleinbauern“ zieht Bilanz für das Jahr 2008.

Wülfrath. Mit rund 40 Grad im Schatten tagsüber und 30 Grad in der Nacht ist das Jahr in Togo zu Ende gegangen. Für den Vorsitzenden des Vereins "Hilfe für Kleinbauern in Togo", Eberhard Karbe und seine Frau Patricia, war der Jahreswechsel ein Grund, im November noch einmal in Afrika nach dem Rechten zu sehen. 22 Dörfer haben sie besucht. Viele sind auf einem guten Weg, sich selbst zu versorgen. Einige haben herbe Rückschläge zu verzeichnen.

Jetzt können mehr Kinder zur Schule gehen

Mit Spendengeldern finanziert der Verein tiermedizinische Maßnahmen, Impfungen von Hühnern gegen die tödliche Newcastle-Krankheit, eine Viruserkrankung, deren Verlauf an die Geflügelpest erinnert. "Durch die Impfungen wird die Hühnerproduktion verbessert und die Familien können durch den Verkauf der Tiere ihren Lebensstandard verbessern", erzählt Eberhard Karbe.

Besonders erfolgreich war 2008 das Dorf Timbou. Drei Impfkampagnen für insgesamt über 10000 Hühner hat der Verein finanziert. Die Bestände haben nach dem Impfen deutlich zugenommen, so dass die Bauern die nächsten 10000 Tiere selbst impfen konnten. Die Einnahmen des Dorfes haben sich verdoppelt, mehr Kinder können jetzt zur Schule gehen. Es wurden Medikamente, Kleidung und Ziegen angeschafft. Weniger Glück hatten die Dörfer im Süden. Regenfälle, zerstörte Straße und starke Ernteausfälle haben die Region gebeutelt.

Für 2009 steht ein besonderes Projekt an. Bisher hat der Verein einen Impfstoff genutzt, der kühl gelagert werden muss. Darum haben die meisten der Dörfer Gaskühlschränke, die sehr teuer sind. Nun gibt es einen Impfstoff, der höhere Temperaturen verträgt - und den will der Verein testen.

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