Wülfrath. "Die Frauen ganz früher saßen oft den ganzen Tag an der Spindel. Dabei sind ihnen dann oft die Füße eingeschlafen", sagt die neunjährige Viktoria, während sie konzentriert die Schafwolle in der Kardiermaschine kämmt. Am Museumstag im Niederbergischen Museum hat Viktoria schon ganz viel gelernt. Unter dem Motto "Schafwolle und dann?" durften Kinder und auch Erwachsene die Wolle kämmen, spinnen, mit der Stricknadel aus den Fäden hübsche Armbänder und Gürtel zaubern oder sie zu langen Würsten filzen.

Damit auch die Ausstellung des Museums nicht zu kurz kam, konnten die Kinder mit dem "Such-die-Maus-Spiel" ihr Auge schulen. "Ich hab noch eine gefunden. Hier hinter der Mausefalle", freut sich Jonas (7). Ganz begeistert zeigt er auf die kleine Mäusekarte: "Sie hat sich ausgerechnet hinter der Mausefalle versteckt." Um die zu finden, muss man schon ganz genau hinschauen.

Und auch hinter Schutzpatron Christopherus, dem alten Zinnlöffel und der Brotschneidemaschine warten weitere Mäuschen auf die kleinen Besucher. "So gucken sich die Kinder das Museum einmal ganz genau an und achten auf alles", sagt Manfred Banz vom Museum. "Und die Eltern können ihnen zu den alten Ausstellungsstücken von früher noch die passende Geschichte erzählen."

Wer dann genug gesponnen und gesucht hat, kann sich im Museumsgarten bei Kaffee, Kuchen und Gegrillten auf das nächste Museum freuen. Schade nicht nur für die vielen Würstchen, sondern auch für die Veranstalter: "Uns fehlen die Shuttlebusse", sagt Manfred Banz. Die sind in diesem Jahr vom Kreis gestrichen worden. "In den Jahren vorher kamen immer ganze Besucherschübe auf ihrer Bustour von Museum zu Museum."

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