Kita Ellenbeek lernen Kinder, was beim Arzt eigentlich passiert. Mit Hilfe der Plüschkameraden soll den Kindern gezeigt werden, dass sie keine Angst vor Mediziner haben müssen.

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Rebecca (links) und Nehle beobachten gespannt, wie Intensivpfleger Tobias Dorn den Notfall-Teddy behandelt.

Rebecca (links) und Nehle beobachten gespannt, wie Intensivpfleger Tobias Dorn den Notfall-Teddy behandelt.

Simone Bahrmann

Rebecca (links) und Nehle beobachten gespannt, wie Intensivpfleger Tobias Dorn den Notfall-Teddy behandelt.

Wülfrath. Jonas ist flauschig und lächelt durch seine dunklen Knopfaugen. Aber heute geht es ihm nicht gut. "Jonas hat Honig genascht und wurde dabei von Bienen gestochen", berichtet Louis, der im Wartezimmer der Kita Ellenbeek sitzt. Ein Wartezimmer in einer Kindertagesstätte?

Am Montag wurde die Einrichtung für ein paar Stunden zu einem fast vollständigen Krankenhaus umgebaut. Jonas ist zum Glück nur der Teddy des sechsjährigen Louis, der auf die Untersuchung seines Bären wartet.

Mit Hilfe der Plüschkameraden soll den Kindern gezeigt werden, dass sie keine Angst vor dem Arzt haben müssen. Die Idee kam von Andrea Kitz, die Assistenzärztin am Evangelischen Krankenhaus Mettmann ist.

"Da die Kinder im Winter oft krank waren und nicht wissen, was beim Arzt auf sie zukommt, haben wir Frau Kitz und ihr Team eingeladen", sagt Gudula Kohn, die Leiterin der Tagesstätte. Anderthalb Wochen wurden die vier- bis sechsjährigen Kinder auf den Besuch vorbereitet, jetzt durchlaufen sie alle Stationen eines Arztbesuchs. Zum Schluss gibt es dann noch süße Medizin aus der "Apotheke".

Viele Kinder haben Angst vor dem Rettungswagen

Weil der Teddy von Louis ein Notfall ist, zeigt ihm Rettungsassistent Carsten Gönner, wie sein Gefährte mit dem Wagen abgeholt wird. "Wenn wir einen Einsatz mit Kindern haben, kommt es vor, dass sie große Angst haben", sagt Gönner.

Erst guckt Louis auch skeptisch, was mit Jonas passiert, aber dann springt er vergnügt aus dem Rettungswagen. Die Teddybärenklinik zeigt Erfolg, auch wenn Pfleger Tobias Dorn den einen oder anderen einen Verband anlegen musste - und den Stofftieren eine Maoam-Kur verschrieben wurde.

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