Schulleitung: Marlies Leuth leitet gleich zwei Grundschulen - An der Lindenstraße und in Rohdenhaus.

Leben in zwei Grundschulen: Marlies Leuth ist Leiterin in Rohdenhaus (links) und an der Lindenschule (rechts).  Foto
Leben in zwei Grundschulen: Marlies Leuth ist Leiterin in Rohdenhaus (links) und an der Lindenschule (rechts). Foto

Leben in zwei Grundschulen: Marlies Leuth ist Leiterin in Rohdenhaus (links) und an der Lindenschule (rechts). Foto

Simone Bahrmann

Leben in zwei Grundschulen: Marlies Leuth ist Leiterin in Rohdenhaus (links) und an der Lindenschule (rechts). Foto

Wülfrath. "Grundschule Rohdenhaus, Leuth, guten Tag." An dieser telefonischen Begrüßung ist nichts auszusetzen. Es sei denn, man befindet sich nicht in der Grundschule Rohdenhaus, sondern in der Lindenschule. "Anfangs ist mir das schon häufiger passiert", erklärt Marlies Leuth mit einem Lachen. "Doch inzwischen habe ich mich gut umgewöhnt." Und das, obwohl die Schulleiterin nach wie vor zwischen beiden Schulen pendelt.

Signal gesetzt: "Ich leite auch gern beide Grundschulen"

Seit April ist Marlies Leuth nicht nur Schulleiterin der Grundschule Rohdenhaus, sondern auch an der Lindenschule - nachdem die Vorgängerin in den Ruhestand gegangen ist. Sowohl bei Eltern, als auch bei den Kollegen hat die engagierte Schulleiterin volle Unterstützung. "Ich habe von Anfang an mit offenen Karten gespielt", erklärt sie. "Alle wussten, dass ich mich auf den Posten an der Lindenschule bewerbe." Den zuständigen Vorgesetzten hat sich gleich signalisiert, dass sie auch bereit ist, beide Schulen zu leiten.

Momentan macht sie das noch kommissarisch, doch schon zum 1. Januar 2008 könnte sich das ändern. Denn nach dem neuen Schulgesetz sollen kleinere Schulen zu einem Verbund zusammengefasst werden. Ein solcher Verbund könnten Lindenschule und Rohdenhaus werden. "Das muss nur noch von der Bezirksregierung genehmigt werden", so Leuth. Ihre Arbeit an beiden Schulen mag sie sehr: "Ich habe nicht das Gefühl, zwischen den zwei Schulen zu stehen, sondern ich fühle mich in beiden Schulen sehr wohl", erklärt die Schulleiterin. Zudem näherten sich beide Schulen immer mehr aneinander an.

Fünf Kilometer trennen die beiden Schulen räumlich. "Wenn wir wirklich ab Januar ein Verbund werden, dann sind wir sowieso eine Schule mit zwei Standorten", erklärt Marlies Leuth. Dann gäbe es nur noch eine Elternschaft und ein Kollegium. Wie die Schule dann heißen könnte, ist noch unklar.

Gegenseitige Unterstützung - die Schulen profitieren voneinander

"Die Kollegen haben akzeptiert, dass ich an meinen beiden Schulen hänge. Alle sind offen aufeinander zugegangen und waren neugierig aufeinander." Von dieser Neugier profitieren beide Schulen. Denn da manche Lehrer an beiden Schulen tätig sind, können sie die Arbeitsweisen an der jeweils anderen Schule beobachten und Verbesserungsideen mitnehmen. "Nach Rohdenhaus sind beispielsweise neue Ideen und Materialien für Englisch als Begegnungssprache von der Lindenschule gekommen", sagt Marlies Leuth. Umgekehrt bekommt die Lindenschule nach den Herbstferien den offenen Unterrichtsbeginn - nach dem Vorbild aus Rohdenhaus. Für Marlies Leuth ist auch der Erhalt "ihrer" Schulen wichtig. Die Lindenschule ist kein Sorgenkind, Rohdenhaus schon. "Wir brauchen pro Jahr mindestens 18 Schüler. In diesem Jahr waren es 21 und wir hoffen, diese Schülerzahl auch im nächsten Jahr wieder zu bekommen.
 

Die Schulen

Lindenschule Die 1968 in eine Grundschule umgewandelte Volksschule besuchen derzeit 255 Schüler. Im nächsten Jahr feiert die Schule ihr 40-jähriges Bestehen als Grundschule.

Rohdenhaus Auch diese Grundschule war bis 1968 eine Volksschule. Nächstes Jahr wird das 55-jährige Jubiläum der Schule gefeiert. Zur Zeit hat die Grundschule Rohdenhaus 78 Schüler.
 
 

Der gute Geist

Elisabeth Seidler Die Sekretärin ist ebenfalls für beide Grundschulen zuständig. Und das nicht erst seit April. Schon seit ihrem Arbeitsbeginn im August 2006 hat sie in beiden Schulen ein Büro.

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