Konjunkturpaket: 1,3 Millionen Euro sollen in die Sanierung der Lindenschule fließen. Die Vorgaben des Gesetzgebers sind klar: Es müssen Ausgaben sein, die Energiekosten senken.

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Dach, Fenster, Fassade: Die Lindenschule wird für 1,3 Millionen Euro saniert.

Dach, Fenster, Fassade: Die Lindenschule wird für 1,3 Millionen Euro saniert.

Simone Bahrmann

Dach, Fenster, Fassade: Die Lindenschule wird für 1,3 Millionen Euro saniert.

Wülfrath. Mit Mitteln des Konjunkturpakets will die Verwaltung einen großen Wurf landen. Statt der Förderung vieler kleiner Maßnahmen, setzt sie auf den gezielten Einsatz der Bundesmittel. So sollen 1,3 Millionen Euro der 1,51 Millionen Euro in die Sanierung des Komplexes Linden- und Angerschule fließen. Das hat der Schulausschuss einstimmig beschlossen.

Die Sanierung kann durch die Bundesmittel vorgezogen werden

Die Vorgaben des Gesetzgebers sind klar: Es müssen Ausgaben sein, die Energiekosten senken. Und was das Schulzentrum Lindenstraße betrifft, "ist eine Förderfähigkeit voll gegeben". Die Bauunterhaltungsleitplanung sieht eine Sanierung der Schule von 2010 bis 2012 vor. Diese soll nun in einem Stück vorgezogen werden.

"Nur das macht Sinn", sagt beispielsweise Uwe Sander, Architekt bei der GWG, die die Gebäudeunterhaltung im Auftrag der Stadt übernommen hat. Schließlich werde die Hülle eines Gebäudes saniert. "Wenn das nur in Teilen geschieht, geht irgendwo Energie raus, und die Maßnahme verpufft", skizziert er die Überlegung.

Im Ausschuss stellte Fachbereichsleiter Hans-Werner van Hueth fest, "dass an der Lindenschule der Bedarf am größten ist". Von allen Schulen, hatte Sander auf Anfrage der CDU-Fraktion ergänzt, "ist diese Schule im schlechtesten Zustand und das Einsparpotenzial am größten".

Die ersten Berechnungen der GWG belegen diese Einschätzung. Zwischen 30 bis 50 Prozent der Energiekosten könnten nach einer Komplettsanierung reduziert werden. Das entspricht einer Kostenreduzierung von 69000 bis 114000 Euro pro Jahr.

In der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Jugendhilfeausschuss wurden zunächst drei Maßnahmen beschlossen, die vom Konjunkturpaket profitieren sollen. Neben der Lindenschule sind das die Erneuerung der Fenster am evangelischen Kindergarten Rohdenhaus (40000 Euro) und energetische Sanierungsmaßnahmen an der Ersatzschule der Bergischen Diakonie Aprath (78.776 Euro).

Zur Förderung vorgesehen ist auch eine Sanierungsmaßnahme der Freien Aktiven Schulen am ehemaligen Krankenhaus (31.084 Euro). Da die Schule aber noch nicht Eigentümer der Immobilie ist, darf in diesem Fall keine Förderung zugesagt werden.

Udo Switalski (CDU) betonte im Ausschuss, dass sichergestellt werden soll, dass als nächste Schule die Grundschule Ellenbeek angepackt werde. Der Sanierungsaufwand wird dort auf 766.000 Euro beziffert. Laut Unterhaltungsplanung wäre die Sanierung 2012/2013 vorgesehen.

Pro Jahr könnten dann 15 bis 20 Prozent der Energiekosten eingespart werden. "Dass wir durch die Mittel des Konjunkturpakets die Lindenschule komplett vorziehen können, verschafft uns Luft und versetzt uns in die Lage, nachfolgende Vorhaben ebenfalls eher anzugehen", sagte Hans-Werner van Hueth.

Im Gespräch mit unserer Redaktion unterstreicht Uwe Sander, dass die GWG die Sanierung so schnell wie möglich beginnen möchte. Der Ratsbeschluss steht noch aus. Die Planung sieht vor, dass noch vor den Sommerferien mit der Instandsetzung der Dächer begonnen werden kann.

In den Ferien wäre dann der Austausch der alten Fenster an der Reihe. Sander: "Das schaffen wir in sechs Wochen." Die Dämmung der Fassade könnte in den Ferien begonnen werden, "würde sich aber auch nach darüber hinaus ziehen", so Sander.

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