Die Einmündung Zur Fliethe / Alte Ratinger Landstraße soll sicherer werden. Ein Mini-Kreisel wird noch geprüft.

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Die Einmündung Zur Fliethe / Alte Ratinger Landstraße soll entschärft werden.

Die Einmündung Zur Fliethe / Alte Ratinger Landstraße soll entschärft werden.

Simone Bahrmann

Die Einmündung Zur Fliethe / Alte Ratinger Landstraße soll entschärft werden.

Wülfrath. Mal eben die Straße Zur Fliethe im Bereich der Einmündung Alte Ratinger Landstraße zu überqueren, ist nicht nur für ältere Mitbürger keine allzu einfache und vor allem nicht immer sichere Angelegenheit.

Nun haben die Verkehrsplaner vom Aachener Büro MMW verschiedene Varianten geprüft, wie die Situation entschärft werden könnte. Der aktuelle Favorit: eine Art Mittelinsel.

Die direkte Verbindung zum beliebten Wanderweg

Kreisverkehr, Ampel, Querungshilfe: Die Experten haben unterschiedliche Lösungen unter die Lupe genommen. Ordnungsamtsleiter Reinhard Schneider hatte sie gebeten, diese Modelle zu untersuchen. Zuletzt war es der Seniorenrat, der auf die Problematik aufmerksam gemacht hatte.

"Das Gremium hatte darauf hingewiesen, dass es für Senioren nur schwer möglich sei, von der Alten Ratinger Landstraße aus, den Wanderweg rund um den Kalksteinbruch zu erreichen", so Schneider. Eine Einschätzung, die sich mit den Beobachtungen der DLW deckt.

Die Linksdemokraten hatten im vergangenen Sommer den Verkehr gezählt: Immerhin 1187 Fahrzeuge passierten binnen einer Stunde den Einmündungsbereich an der Fliethe. Das Urteil der DLW damals: "Fußgänger und Radfahrer sind gefährdet." Sie favorisierte seinerzeit einen Kreisverkehr.

Im Frühjahr 2009 hatte bereits die SPD den Straßenabschnitt mit einem Antrag bedacht und eine Ampelregelung angeregt. "Für viele Verkehrsteilnehmer ist dieser Bereich gefährlich.

Die viel befahrenen Straßen treffen im Inneren einer Kurve zusammen," so der SPD-Verkehrsfachmann Detlef Gatermann. Er mahnte "realistische Möglichkeiten zur Entschärfung der Situation" an.

Diese legte die Verwaltung nun dem Ausschuss vor. Logisch, dass angesichts der Wülfrather Finanzlage die Kosten eine wesentliche Rolle spielen. Und daher fällt der klassische Kreisverkehr aus. "Der würde erhebliche Bauarbeiten auslösen, auch weil der Graben zum Wanderweg miteingebunden werden müsste", merkt Schneider an.

180.000 Euro müssten investiert werden. Zu teuer. Zu kostspielig auch die Installation einer Ampel. Um die 80.000 Euro wären laut Schneider fällig. "Gegen eine Ampel spricht aber auch, dass deren Schaltung nur schwer ins Wülfrather Netz einzubinden wäre", sagt Schneider.

So bleibt eine Querungshilfe die Alternative. Rund 10.000 Euro müssten in die Hand genommen werden. "Das ist dann eine Mittelinsel, die quasi auf die Straße geklebt wird", skizziert Schneider. Beschlossen ist diese Lösung noch nicht.

Die Politik will zumindest geprüft wissen, ob ein kleiner, überfahrbarer Kreisverkehr wie der in Tönisheide auf der Durchgangsstraße, an dieser Stelle denkbar wäre. "Der Ausschuss für Umwelt und Ordnung tagt wieder am 2. Februar. Bis dahin will Schneider die Prüfung abschließen.

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