Vor allem im nördlichen Stadtgebiet war die Feuerwehr am Dienstag im Einsatz, um Anwohnern Hilfe zu leisten.

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Lund Rajesh (l.) und Bettina Wilms vom Baubetriebshof versuchen den Gehweg am Kreisverkehr Düsseler Straße vom schlammigen Wasser zu säubern.

Lund Rajesh (l.) und Bettina Wilms vom Baubetriebshof versuchen den Gehweg am Kreisverkehr Düsseler Straße vom schlammigen Wasser zu säubern.

Lund Rajesh (l.) und Bettina Wilms vom Baubetriebshof versuchen den Gehweg am Kreisverkehr Düsseler Straße vom schlammigen Wasser zu säubern.

Wülfrath. Über die Düsseler Straße schwappt eine braune Brühe - dickflüssig und mit Kieseln angereichert. Je heftiger der Schauer, desto breiter das Flüsschen, das von den Höhen des Baugebiets am Flehenberg über die Osterdeller in Richtung Innenstadt fließt. Ein dreckiger Gruß von den Baustraßen.

Der Dauerregen hinterlässt Spuren und bereitet am Dienstag der Freiwilligen Feuerwehr ab 7 Uhr morgens einen Dauerjob. Vor allen im nördlichen Stadtgebiet sind die Einsatzkräfte gefragt.

Erst mittags gab es eine kurze Verschnaufpause

Eine kurze Verschnaufpause um 12 Uhr mittags: Stadtbrandmeister René Rahner öffnet die Beifahrertür des Einsatzleitwagens und greift nach einem Brötchen. Im Innenhof des Fitnessclubs Studio 9 und des Bogensportzentrums an der Röntgenstraße stehen Einsatzfahrzeuge.

Auf einer Rampe hocken vier Wehrleute, ruhen sich aus. Durchschnaufen bis zum nächsten Guss. "Die Wetterwarnung bleibt ja", sagt Rahner. Vier Schritte weiter schnurrt eine Pumpe und saugt Wasser aus dem Eingangsbereich des Studios.

 

Dessen Besitzer André Fischer schrubbt mit Bekannten und Wehrleuten. "Dieser Ausfall wird teuer", sagt er hörbar genervt. Er zeigt in den verspiegelten Kursraum neben an: "Das dauert, bis der wieder genutzt werden kann."

Im Fitnessclub an der Röntgenstraße stand das Wasser kniehoch

Kniehoch hat das Wasser am Morgen im Erdgeschoss gestanden. "Mal sehen, wie das Laminat darauf reagiert", so Fischer. Im Innenhof des Gebäudetrakts stand das Wasser bis zu 50 Zentimeter hoch. Jetzt liegen rund um die Immobilie Schläuche der Wehr. Das meiste Wasser ist abgepumpt.

Der nahe gelegene Regenüberlauf am Erbacher Berg hatte am Vormittag die Wassermassen nicht mehr aufnehmen können. "Da ist nichts ausgefallen. Die drei Pumpen dort sind auf Hochtouren gelaufen. Sie haben es nicht mehr gepackt", skizziert Rahner die Situation.

Die Folge: Im Umfeld liefen die Kanäle voll. "Bei uns im Hof sprudelt das Wasser dann aus dem Gully. Ruckzuck ist der Hof dann voll", so Fischer. Er kennt das schon.

Vorher war die Feuerwehr bereits in Nord-Erbach unterwegs. "Die Kruppstraße stand auf einer Länge von 200 Metern unter Wasser. Die Pferdesportanlage drohte abzusaufen", so Rahner.

Die Wehr konnte Schlimmstes verhindern. Auf der Dieselstraße war ein Keller einer ehemaligen Spedition vollgelaufen - die Wehr pumpte ihn wieder leer.

Aquaplaning: Auf der A535 landete ein Auto in der Leitplanke

Einen ersten Einsatz hatte die Freiwillige morgens um 7 Uhr auf der A535. Dort war vermutlich wegen Aquaplanings ein Auto in den Leitplanken gelandet. "Unfallstelle sichern, Betriebsstoffe abstreuen", zählt Rahner die Aufgaben auf.

Dicke Besen in der Hand halten auch Bettina Wilms und Lund Rajesh. Die Mitarbeiter des Baubetriebshofes versuchen dicke Pfützen auf dem Fußweg direkt am Kreisverkehr Düsseler Straße/Kastanienallee zu beseitigen.

Vom neuen, noch nicht freigebenen Verbindungsweg zwischen Alter Kölnischer Landstraße und Flehenberg bis zum Kreisverkehr hat sich ein schlammiger Bach den Weg über Fuß- und Radweg gesucht. Der neue Verbindungsweg wurde vom starken Regen in Teilen regelrecht weggespült.

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