Für die Goethestraße werden drei Varianten geprüft – alle ohne die alte Stadthalle.

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Dem ehemaligen Bunkergrundstück an der Goethestraße (rechts die Sporthalle) kommt eine Schlüsselrolle für die weitere Planung zu: Hier könnte eine neue Sporthalle oder eine Mehrzweckhalle entstehen.

Dem ehemaligen Bunkergrundstück an der Goethestraße (rechts die Sporthalle) kommt eine Schlüsselrolle für die weitere Planung zu: Hier könnte eine neue Sporthalle oder eine Mehrzweckhalle entstehen.

Simone Bahrmann

Dem ehemaligen Bunkergrundstück an der Goethestraße (rechts die Sporthalle) kommt eine Schlüsselrolle für die weitere Planung zu: Hier könnte eine neue Sporthalle oder eine Mehrzweckhalle entstehen.

Wülfrath. Eine Vorentscheidung scheint gefallen: Die alte Stadthalle soll aufgegeben werden. Sie ist nicht der Bestandteil der drei Planungsvarianten, die für die Bebauung von Rathaus- und Bunkerareal an der Goethestraße weiter verfolgt werden. Diese sehen vor: eine Konzentration von Einzelhandelsfläche auf den Grundstücken von altem Rathaus und Stadthalle, sowie die Schaffung eines Kultur- und Sportzentrums rund um die Wasserwelt auf dem Bunkergrundstück.

Am Mittwochnachmittag erläuterten Bürgermeisterin Claudia Panke und GWG-Geschäftsführer Juan-Carlos Pulido die Ergebnisse der Workshops, auf denen Politik und Planer die mögliche Bebauung diskutiert hatten. "Sachlich, offen und professionell", lobte die Bürgermeisterin das Klima. Die Diskussion in den Runden wurde mit einer klaren Linie abgeschlossen. Fünf unterschiedliche Varianten lagen vor. In zweien war die Stadthalle integriert. "Bei denen war aber klar, dass die Bedingungen eines Vollsortiment-Verbrauchermarktes nicht zu erfüllen sind", so Pulido. Nicht nur er sah darin ein "klares K.O.-Argument, unabhängig von den Summen, die für einen Weiterbetrieb der Halle nötig wären".

Die Varianten unterscheiden sich in den Details zur Veranstaltungshalle

Die drei Varianten, die noch verfolgt werden und für die jetzt konkrete Planungen erstellt werden, sind in der Einzelhandelsfrage identisch: Auf der Ebene Goethestraße entsteht der Vollsortimenter (Edeka oder Rewe) mit Bäcker, Lotto/Toto und Apotheke in der Vorkassenzone. Zwei Parkdecks à 60 Parkplätze sind hinter dem Gebäude. Auf der Ebene des heutigen Stadthallen-Parkplatzes sollen Discounter (Lidl oder Aldi), die Drogerie Rossmann sowie ein Textiler ihre Zugänge haben - mit 120 Parkplätzen vor der Haustür.

Unterschiedlich in den Details sieht die Veranstaltungshallenfrage aus: Variante 3 sieht eine Mehrzweckhalle vor der Wasserwelt vor - eine Bebauung bis an die Goethestraße. Variante4 sieht eine Mehrzweckhalle für Sport und Kultur auf dem Bunker-Grundstück mit direkter Anbindung an die Halle Goethestraße vor. Das Dach könnte theoretisch von der Straße Am Höfchen begangenen werden. Variante5 sieht den Umbau der Halle Goethestraße zur Mehrzweckhalle vor. Pulido: "Beleuchtung, Belüftung, Akustik - alles muss stimmen." Der Halle stünden in Zukunft ohnehin hohe Sanierungskosten ins Haus. Eine Bühne solle in Richtung Bunker anschließen, dahinter eine Zweifach-Sporthalle stehen.

Die Grundideen waren im Vorfeld mit möglichen Nutzern und Investoren ebenso besprochen worden wie mit der Kommunalaufsicht im Kreis Mettmann, "die den Bedarf mit Blick auf Sport und Schulaula bestätigen", so Pulido. Die GWG trete als Investor auf, die Stadt würde mieten. Stimme die Politik zu, könne 2012 zu Ostern oder im Sommer der gesamte Komplex fertig sein.

In zwei Workshops haben sich Vertreter aller Fraktionen sowie Experten aus Rathaus und GWG mit der Bebauung der Goethestraße zwischen Park- und Schillerstraßen inklusive Hotel Bovensiepen-Grundstück befasst. Moderiert wurden sie von Uni-Professor Kunibert Warten. Architekt Helmut Feldmeier (Hagen) steuerte Planungen bei.

Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtplanung wird am 22. Juni eine Grundsatzentscheidung über die favorisierte Variante fällen.

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