Die Stadt hat zurzeit mit Dachschäden in beiden Sporthallen zu kämpfen.

Wülfrath. Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen haben Schiedsrichter ein Handballsspiel in der Halle Fliethe abgebrochen. Im Dezember waren die Oberliga-Herren davon betroffen, jetzt am Wochenende die Oberliga-Damen: Beim Stand von 9:6 für den TBW gegen TuS Erkrath pfiff das Duo ab. Der Grund: wieder das undichte Dach.

Von einem Wassereinbruch kann nicht die Rede sein. "Es ist auch nicht so, dass es stark hinein regnet", sagt Sport- und Schulverwaltungsamtsmitarbeiter Dietmar Ruda. Vielmehr seien es einige, weniger Tropfen, die aber die Standsicherheit auf dem Spielfeld beeinträchtigen können. Es liege im Ermessensbereich der Schiedsrichter, ob sie ein Spiel abbrechen oder fortsetzen. Am vergangenen Samstag wurde nach dem abgebrochenen Oberliga-Spiel die nächste Partie regulär beendet.

Vom steilen Glasdach können die Handwerker abrutschen

Das Problem ist bekannt: "Wir können es wegen der aktuellen Wetterbedingungen nicht abstellen", so Ruda. In der Spitze ist das Sporthallendach der Fliethe verglast. Diese Fenster können in Teilen auch geöffnet werden.

Bei einigen wenigen gäbe es ein mechanisches Problem. "Der Anpressdruck ist dort nicht ausreichend", so Ruda. Bei besonderen Wetterkonditionen passiert es dann, dass vereinzelte Tropfen eindringen: Wie steht der Wind? Wie stark regnet es? Alles Faktoren, die das beeinflussen. Wasserschäden unter dem Hallendach gibt es nur beim Zusammentreffen mehrerer Faktoren.

"Der Aufwand, um das Problem zu beheben, ist nicht allzu groß", weiß Ruda. Einen Versuch habe ein Glaser bereits unternommen. "Doch bei eiskalten Temperaturen und großer Nässe kann auf dem Glasdach nicht gearbeitet werden. Es ist zu steil. Da rutscht der Handwerker ab", sagt Ruda. Sollte das Wetter einen Eingriff zulassen, "ist das Fenster bald wieder richtig eingestellt".

Anders stellt sich der Schaden in der kleineren HalleII an der Fliethe dar. Dort ist ein ganzes Fensterelement verrutscht. Darunter hat die Stadt ein Fangnetz installieren lassen, "so kann beispielsweise der Schulsport gefahrlos durchgeführt werden", versichert Ruda. Ohne diese Absicherung könnte die Halle nicht genutzt werden.

Bisher gibt es keine Erklärung dafür, warum dieses Element nicht mehr an Ort und Stelle sitzt. "Die Halle ist 18 Jahre alt. Eine Ermüdungserscheinung kann das nicht sei," sagt Ruda, der im Moment davon ausgeht, dass auch dieser Schaden "letztlich kein großes Problem sein wird".

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