Futsal: In der Sporthalle Fliethe messen sich die U14-Fußballer des 1. FC Wülfrath mit dem Nachwuchs vom 1. FC Köln, von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.

Wülfrath. Einwurf vom Torwart, ein kurzer Lauf übers Spielfeld. Ein Querpass, Dribbling um den Verteidiger. Schuss. Der Torwart klärt mit vollem Körpereinsatz. Futsal heißt die schnelle Alternative zum klassischen Fußball, die sich immer mehr als gängige Hallendisziplin etabliert.

Am Sonntag lud der 1. FC Wülfrath die C-Junioren aus Westfalen, Nieder- und Mittelrhein zum Futsal-Turnier in die Sporthalle Fliethe. "Der Ball ist kleiner und verdammt schwer zu spielen, weil er so leicht ist", sagt Louis Andrae aus der U14-Mannschaft des Bonner SC. Sinn ist es, den Ball hauptsächlich am Boden zu spielen, Zweikämpfe zu fordern und zielloses Draufballern zu vermeiden. "Außerdem dauern die Spiele nur zwölf Minuten und wir dürfen über die Banden spielen", weiß auch Teamkollege David Davidowic.

Die Bundesliga hat ihren Nachwuchs geschickt

Auf dem Platz duellieren sich gerade die acht Feldspieler von Fortuna Düsseldorf und Borussia Dortmund. Die mitgereisten Freunde und Familien feuern die Teams an. Die Trainer auf der Bank rufen den Spielern Anweisungen zu. Unter den zehn Mannschaften des Turniers befinden sich außerdem der MSV Duisburg oder Bayer Leverkusen. Nach der Gruppenphase werden die Plätze eins bis sechs ausgespielt, alle anderen werden siebter. "Wir können stolz sein, Gastgeber für so hochkarätige Mannschaften zu sein. Das bringt auch unseren Spielern mehr Erfahrung", sagt Michael Massenberg. Der Vorsitzende des 1.FC Wülfrath, verspricht sich vom Turnier, dass sich seine Spieler besser einzuordnen wissen. "Wer sich vorher für den kommenden Bundesligastar gehalten hat, lernt hier, dass der Weg weit ist und es viele starke Konkurrenten gibt."

Bis auf den Gastgeber mussten sich alle Teams qualifizieren

Dass Wülfrath als Ausrichter mitspielen darf, steht in den Turnierregeln. Die Entscheidung fiel unter anderem auf die Kalkstadt als Austragungsort wegen der guten Räumlichkeiten. Alle anderen Teilnehmer haben sich in der Liga qualifizieren müssen. "Man merkt allerdings, dass einige Mannschaften schon mit Futsalregeln trainieren", erläutert Klaus Degenhardt, während der 1. FC Köln gerade zum 6:0 gegen Alemannia Aachen trifft.

Degenhardt sitzt dem Jugendausschuss des Fußballverbands Mittelrhein vor und hat das Turnier zum zweiten Mal mit veranstaltet. "Im Winter weichen die Fußballvereine in die Hallen aus und dort setzen sich die Futsalregeln durch." Degenhardt tippte auf ein Finale zwischen Köln und Tabellenführer Dortmund oder Vorjahressieger Leverkusen.

Der FC Köln wird Erster, Bayer Leverkusen Zweiter

Die stärksten Mannschaften aus Westfalen, Mittelrhein und Niederrhein, die allesamt im U14-Nachwuchs-Cup des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes spielen, weil sie in den eigenen Landesverbänden keine konkurrenzfähigen Gegner finden, traten in Wülfrath an.

Bayer Leverkusen, 1.FC Köln, Alemannia Aachen, MSV Duisburg, Bonner SC, Wattenscheid 09, Borussia Dortmund, Sportfreunde Troisdorf, Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Wülfrath.

Doch zuerst müssen die "Großen Namen" gegen Wülfrath ran. Am Ende stehen dann tatsächlich Köln und Leverkusen im Endspiel. Köln gewinnt mit 2:1 und verweist Vorjahressieger Leverkusen auf den zweiten Platz. Wülfrath musste sich mit einem der siebten Plätze zufrieden geben.

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