Bürgermeisterin Claudia Panke weist Schließungsabsichten für die Stadthalle zurück: „Wir warten auf das Brandschutzgutachten.“ Alles andere seien unredliche Spekulationen.

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Bis Ende des Monats soll das Brandschutzgutachten für die Stadthalle vorliegen. „Sollte es Auflagen geben, muss sich die Politik mit dem Thema befassen“, so Bürgermeisterin Claudia Panke. (Archiv

Bis Ende des Monats soll das Brandschutzgutachten für die Stadthalle vorliegen. „Sollte es Auflagen geben, muss sich die Politik mit dem Thema befassen“, so Bürgermeisterin Claudia Panke. (Archiv

Simone Bahrmann

Bis Ende des Monats soll das Brandschutzgutachten für die Stadthalle vorliegen. „Sollte es Auflagen geben, muss sich die Politik mit dem Thema befassen“, so Bürgermeisterin Claudia Panke. (Archiv

Wülfrath. Kaum hatte das Gerücht am Wochenende die Runde gemacht, galt es auch schon als Tatsache: Ab dem 1. April sei die Stadthalle geschlossen.

Die Reaktionen folgten prompt. DLW-Fraktionssprecher Frank Homberg zum Beispiel schreibt in einer Pressemitteilung: "Die Stadthalle soll zum 1.April geschlossen werden. Gründe hierfür sind nicht im politischen Raum beschlossen worden".

Und deshalb zitieren die Linksdemokraten die Bürgermeisterin für eine persönliche Erklärung in den Ausschuss für Freizeit, Kultur und Sport. Diese reagiert erstaunt: "Wer behauptet, die Stadthalle wird jetzt geschlossen, weiß mehr als alle Zuständigen in Verwaltung und Politik."

GWG beauftragt Gutachter: Ergebnis wird bis zum 26. März erwartet

Claudia Panke betont vielmehr, dass die Politik in alle Beschlüsse eingebunden sei: "Wir haben das Vorgehen in Sachen Stadthalle nicht nur im Rathaus, sondern auch mit allen Fraktionen abgestimmt - eben auch, damit es zu keinen falschen Parolen kommt."

Der Kurs sei eindeutig: Ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger soll ein Brandschutzgutachten erstellen. "Das liegt aber noch nicht vor. Wir warten darauf. Vorher ist es unredlich, über die Zukunft der Stadthalle zu reden", betont die Bürgermeisterin im Gespräch mit unserer Redaktion.

Dieses Vorgehen stelle sich gerade jetzt als richtig heraus. "Wir wollen eine unabhängige Einschätzung zur Stadthalle. Damit wollen wir eben verhindern, dass es unkorrekte Spekulationen und Manipulationen in der Öffentlichkeit gibt."

Die Vergabe des Gutachtens liegt - auch das ist mit der Politik besprochen - in den Händen der GWG. Deren Geschäftsführer Juan Carlos Pulido ist "sehr überrascht" über die Schließungsdebatte. In dieser Woche werde der Auftrag für das Brandschutzgutachten erteilt. Mit einem Ergebnis sei bis zum 26.März zu rechnen.

Zwei Begehungen mit Experten haben laut Pulido bereits stattgefunden. Das Gutachten habe zwei Aspekte im Blick: Ist der Betrieb der Stadthalle gesichert? Und: Sind aus versicherungstechnischer Sicht Brandschutzmaßnahmen zu ergreifen?

"Wir wollen Sachlichkeit", sagt Panke. Jeder könne das Gutachten einsehen, wenn es dann vorliege. "Jetzt zu behaupten, die Halle werde geschlossen, ist einfach ein böses Gerücht." Sie stellt klar, dass die Halle wieder vermietet werde, "wenn feststeht, dass der Betrieb uneingeschränkt weitergeführt werden kann. Sollte es Auflagen geben, muss sich die Politik damit befassen".

Dass der jetzige Bühnenmeister Fritjof Kuhlmann in den Technischen Gebäudedienst versetzt wurde, hat laut der Bürgermeisterin auch etwas mit der Umstrukturierung der Hauptabteilung Kultur zu tun. "Bleibt die Stadthalle geöffnet, ist Kuhlmann unser Bühnenmeister. Entscheidet sich der Rat für eine neue Veranstaltungshalle, ist er ebenso gefragt", sagt sie.

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