Beate Kneer setzt sich für die Schule ein.

Wülfrath. Die Zukunft der Grundschule Rohdenhaus ist ein Dauerdiskussionsthema. Beate Kneer, Mitglied von Schulpflegschaft und Förderverein hofft, dass Ruhe einkehrt.

Die Einschulkasse für das neue Schuljahr steht auf der Kippe: Was ärgert Sie in dieser Situation mehr: die damit verbundene Diskussion oder die zurückgezogenen Anmeldungen?
Kneer: Aufgeregt habe ich mich über die unnötige schlechte Presse sowie die öffentlichen Informationskampagnen der Politik. Bereits im Herbst wurde die Schule ja bereits als nicht überlebensfähig dargestellt, obwohl zu diesen Zeitpunkt eine Diskussion nicht notwendig gewesen wäre. Negative Überschriften bleiben viel länger hängen als gute Artikel. Die Reaktionen der Eltern - zurückzuziehen - machen mich traurig.
 
Wenn ich aber die Diskussion bei den Düsseler Kindergärten verfolge, kann ich Velberter Eltern auch verstehen. Wer gibt sein Kind an eine Schule, wo "Auswärtige" scheinbar nicht willkommen sind. Leider wird damit der hervorragende Einsatz der Lehrer, die verlässliche Grundschule, das Betreuungsangebot für die Kinder über Mittag, die bereits stattfindende integrative Arbeit, die kurzen Weg für kleine Beine, nicht honoriert.
 
Die Zukunft des Schulstandorts Rohdenhaus wird immer wieder in Frage gestellt. Wie könnte das aus Ihrer Sicht abgestellt werden? 
Kneer: Eine Zusage der Politik über die zukünftige längerfristige Annahme von auswärtigen Kindern wäre wünschenswert. Die Zusammenarbeit mit der Lindenschule klappt gut, da könnten weitere Kooperationen vereinbart werden. Die Integrative Arbeit wird immer mehr benötigt und könnte weiter ausgebaut werden. Gemeinsamer Unterricht in Wülfrath könnte in Rohdenhaus stattfinden.
 
Leisten Rathaus und Politik genug für die Grundschule?
Kneer: Ich gehe davon aus, dass alle Beteiligten - auch der Schulrat der Bezirksregierung - wissen, wie wichtig unsere Kinder sind. Diese Kinder sind unsere Zukunft. Es kann nicht alles nur über Zahlen ausgedrückt werden, deshalb appelliere ich an eine gute Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen.
 
Welche Bedeutung hat die Schule für Rohdenhaus?
Kneer: Die Bedeutung für den Stadtteil ist sehr groß, es bedeutet Leben. Die Schule soll den Jugendclub auffangen. Der Schulhof wird als Treffpunkt und Spielplatz genutzt. Feste werden organisiert, die alle Bürger ansprechen. Zum Beispiel das Martinscafé mit anschließendem großen Martinsumzug. Unterschiedliche Nationen und Religionen treffen sich und tauschen sich aus. Wer profitiert davon nicht?
 
 

Zur Person

 

Persönliches Beate Kneer (41) ist stellvertretende Vorsitzende der Schulpflegschaft der Grundschule Rohdenhaus und Vorsitzende des Fördervereins der Schule. Sie ist Mutter von vier Kindern. Drei besuchen bereits die Grundschule in in Rohdenhaus, das vierte soll dort auch eingeschult werden.

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