Der Beginn wurde auf 17 Uhr verschoben, um an die Geschäftszeiten anzuschließen.

Wülfrath. "So ein großes Straßenfest gibt es im Kreis nirgendwo sonst", macht Andreas Maul den Anwesenden klar. Gemeint ist natürlich das Kartoffelfest, das am 26. und 27. September wieder viele hungrige Gäste in die Innenstadt lockt. Am Donnerstagabend trafen sich die Mitglieder des Veranstalters Wülfrath pro im Café Schwan. "Das Fest ist wie jedes Jahr unser Highlight", betont Maul, Mitglied des Vorstandes. Mit rund 10 000 Besuchern ist die Veranstaltung, bei der stets Kulinarisches und Kulturelles geboten wird, ein wichtiger Kundenmagnet für die Wülfrather Einzelhändler.

Viele Händler schließen ihre Geschäfte wieder gegen Mittag

"Leider gibt es dieses Jahr ein paar Probleme mit den Öffnungszeiten", berichtet der Vorstand. Viele Händler schließen ihre Läden bereits gegen Mittag wieder, der Start des Kartoffelfestes kann so nicht an die Geschäftszeiten anschließen und wurde auf 17 Uhr verschoben. "Ich kann nur an alle appellieren, früh zu öffnen", mahnt Maul seine Mitstreiter.

Der Besucherzulauf spricht allemal für sich: "Velbert hat sein Straßenfest vorgezogen, damit die Veranstaltungen nicht kollidieren." Bereits zum 23. Mal dreht sich beim Fest alles um die Knolle. "Wir verkaufen beispielsweise Kartoffelsuppe oder Reibekuchen", fassen Anja Goldberg und Rosemarie Diederichs zusammen.

Neben dem alljährlichen Kartoffelsackhüpfen der Wülfrather "Prominenz" steht auch einiges an Musik auf dem Programm. So bieten am Samstag Framic mit ihrer Sängerin Alex Schroeder Covermusik zu Gitarrenklängen, die Wuppertaler Gruppe Airbag spielt zum großen Finale am Sonntag mit Coverrock der letzten Jahrzehnte auf.

Hausgemachten Wülfrather Rap präsentieren "Der Italiena und Friends" auf der Bühne an der Schwanenstraße. Traditionell ist auch der Schälwettbewerb im Einzel- und Mannschaftsvergleich, für den Wülfrath pro sein Team zusammenstellte. Die Sieger können wie gewohnt den Titel des Kartoffelkönigs und der Kartoffelkönigin 2009 erschälen.

Neben dem Straßenfest beschäftigt die Mitglieder der Werbegemeinschaft ein ganz anderes Thema: Die geplante Goethepassage und der damit verbundene potentielle Kundenrückgang erschreckt viele. "Gerade für die alten Wülfrather heißt Neues oft Schlechtes", beruhigt Andreas Maul und stachelt seine Mitstreiter an. "Mit genug Motivation können wir den Anforderungen begegnen. Wir haben in Wülfrath keinen Grund zum Schlechtreden."

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