Schulen: Großprojekte sind diesmal die Mensen im Gymnasium und an der Realschule.

Wülfrath. Die Schüler haben sich am Mittwoch erst verabschiedet, doch viel ruhiger wird es in einigen "Pennen" dadurch nicht. Sommerferien, das ist die Zeit, in der kräftig in den Schulen saniert, repariert und gearbeitet wird. "Wir sind auf die sechs Wochen angewiesen und setzen uns in jedem Jahr Schwerpunkte", erklärt Schulverwaltungs- und Sportamtsleiter Dietmar Ruda. Diesmal steht der Mensenbau im Gymnasium und der Realschule ganz oben auf dem Plan. Rund 200000 Euro kostet der jeweils an beiden Schulen. Die Hälfte steuert das Land bei, den Rest die Stadt Wülfrath.

"Wenn man im Bestand arbeitet, weiß man nie, was in den Wänden schlummert."

Dietmar Ruda, Schulverwaltungsleiter in Wülfrath

An der Theodor-Heuss-Realschule werden die Hausmeisterwohnung und der Technik- und Werkraum für die Mensa umgebaut. "Auf dem Schulgelände selbst war für einen Neubau schlichtweg kein Platz mehr", sagt Ruda. Gleiches gilt für das Gymnasium, wo der Schülervertretungs-, der Sanitätsraum und der bisherige Kiosk nach den Ferien als Mensa genutzt werden sollen. Ruda geht davon aus, dass die sechs Wochen Umbauzeit reichen werden. Allerdings räumt er ein: "Wenn man im Bestand arbeitet, weiß man nie, was so in den Wänden noch schlummern kann." Am 17. August, dem ersten Schultag, sollen die Mensen einsatzbereit sein.

Der Hausmeister der Realschule ist bereits ausquartiert worden. Seit Juni laufen in dessen ehemaliger Wohnung bereits Vorarbeiten. Ab Donnerstag wird der Technik-Bereich leer geräumt. Auch am Gymnasium soll es jetzt zügig losgehen.

In den anderen Schulen sind nur kleinere Reparaturen zu erledigen

Neben den Großprojekten stehen an den anderen Schulen meist nur Kleinigkeiten an. "Es gibt immer etwas zu tun", so Ruda. Über das Schuljahr würden viele Sachen anfallen, die sich besser erledigen lassen, wenn die Schüler nicht da sind. Ähnlich sieht es in den Sporthallen aus. In den Ferien pausiert nicht nur der Schul-, sondern auch der Vereinssport. Aber auch hier gebe es nur kleinere Reparaturen, so Ruda, "damit Verkehrssicherheit herrscht".

Ein Riesenprojekt hat die Stadt ohnehin noch vor der Brust. Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden rund 3,9 Millionen Euro für das Gymnasium aufgewendet. Vor allem energetische Arbeiten sollen durchgeführt werden. Aus einem Sonderfonds gibt es 2,5 Millionen Euro vom Land.

Rund 1,3 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II für den Investitionsschwerpunkt Bildung werden in die Lindenschule fließen. Damit sollen die Dächer und die Fenster saniert werden. "Über die Sommerferien werden wir diese Arbeiten vorbereiten", erklärt Dietmar Ruda. Bis es richtig los geht, wird der Unterricht aber schon wieder laufen. "Es wird bis ins nächste Jahr dauern, bis alles fertig ist", blickt Dietmar Ruda voraus.

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