Von Rock bis zu Vereinsinfos: Die Veranstaltung in Schlupkothen hat sich etabliert.

Bounce rockt Schlupkothen: Mehr als 1000 Besucher wurden allein Freitagabend beim Spektakel gezählt.
Bounce rockt Schlupkothen: Mehr als 1000 Besucher wurden allein Freitagabend beim Spektakel gezählt.

Bounce rockt Schlupkothen: Mehr als 1000 Besucher wurden allein Freitagabend beim Spektakel gezählt.

Simone Bahrmann

Bounce rockt Schlupkothen: Mehr als 1000 Besucher wurden allein Freitagabend beim Spektakel gezählt.

Wülfrath. Das Bild war überwältigend. Ganze Völkerwanderungen zogen am Freitagabend von Wülfrath nach Schlupkothen. Und nicht nur das: Viele auswärtige Kennzeichen ließen darauf schließen, dass dieses Event längst über die Stadtgrenzen hinaus seinen Ruf hat. Die Menschenmassen hatten ein gemeinsames Ziel: das Schlupkothener Spektakel. Rund 1500 Besucher feierten mit Bounce, Airbag und Smith-Cat bis in die Nacht hinein.

Die achte Auflage schlägt alles bisher Dagewesene

Das achte Schlupkothener Spektakel schlug alles bisher Dagewesene. Der Auftakt am Freitag mit drei Bands ließ Wülfrath rocken. Am Samstag ging es dann etwas ruhiger weiter. 19 Vereine nutzten die Chance der Schlupkothener Plattform, sich vorzustellen, neue Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.

Was eigentlich vor acht Jahren als einmalige Veranstaltung zur vollendeten Sanierung von "Kunst Handwerk und mehr" vorgesehen war, hat sich längst zur Tradition etabliert. Ein Jahr ohne Schlupkothener Spektakel? Für viele Wülfrather kaum vorstellbar. "Das hätten wir am Anfang niemals erwartet. Unsere Veranstaltungen gehören nun einfach zu Wülfrath dazu," freut sich Organisator Bernd Kicinski. Doch ohne Wülfrather Zusammenhalt kaum vorstellbar. "Das Spektakel ist auf viele ehrenamtliche Helfer angewiesen. Ob Vereine oder Einzelpersonen - auch diesmal hatte ich viel Unterstützung", sagte Kicinski. Die Einnahmen kommen dem Wülfrather "Kulturpott" zu Gute.

Und auch wenn der Kühler für das Bier am Freitag zum Schreck der Organisatoren ausfiel und der ein oder andere Gast etwas länger warten musste, hatte das keine Auswirkung auf die gut gelaunte Partygesellschaft. Die Wülfrather Band Airbag wärmte die Menge zum Auftakt schon einmal für einen langen Abend vor. Von Metallica bis Kid Rock oder Red Hot Chilli Peppers - die imposante Naturbühne rockte. "Es ist toll hier auf dieser Bühne bei so einer tollen Veranstaltung zu spielen. Man merkt, wie liebevoll alles durchdacht und geplant ist", sagte Ralf Seiltgens, ehemalige Vorsitzender der Wülfrather Rockmusiker Gemeinschaft (WüRG) und Bassist von Airbag.

Und wie es sich für das Spektakel gehört, durfte natürlich auch Bounce nicht fehlen, die mit Bon Jovi-Songs die Menge zum Mitsingen animierten.

Voltigierer, Tennisspieler und Modellbauer: Alle machten mit

Wer nach dieser langen Nacht am nächsten Tag die Partystätte betrat, konnte sich auf ein ruhiges Familienprogramm freuen. Kinder durften sich schminken lassen, auf dem Holzpferd Leopold vom Wülfrather Voltigierverein Figuren üben, den Tennisschläger schwingen oder Modellboote über das große Wasserbecken fahren lassen.

Wieder einmal war der SMC Modellbauclub Wülfrath die Attraktion. 15 selbstgebaute Schiffe, vom luxuriösen Segelschiff bis zur schnittigen Motorjacht, konnten über das Wasser gejagt werden. "200 bis 300 Stunden braucht man für die Fertigung eines solchen Schiffes", erzählt Kevin Kinzler (17).

Für den Verein ist das Schlupkothener Spektakel wichtig. Dort können sie sich der Öffentlichkeit präsentieren und vielleicht auch neue Mitglieder gewinnen. Die Feuerwehr hatte damit schon Erfolg. "Es kam schon öfter vor, dass Interessierte dann zum nächsten Training vorbeigekommen sind", sagte Tim Kirschner (19). Auch am Samstag nahm er sich wieder jede Menge Zeit, das Feuerwehrauto zu erklären: "Das ist ein Schaumwasserwerfer. Gerade im Einsatz gegen Benzinbrände gut geeignet. Der Schaum erstickt den Brandteppich sofort."

Beim Tennisclub Ford jagten Kinder unter Anleitung von Trainer André Gaisser den gelben Bällen nach. Das Deutsche Rote Jugendkreuz schminkte gefährlich aussehende Wunden oder blaue Augen. Bei der Volksbank stiegen bunte Luftballons in den Himmel und mit ihnen viele Kinderhoffnungen, der eigene Zettel möge den weitesten Flug schaffen. Beim Hobbyverein konnte man sich in Glaskunst üben, während die Kalkstädter und Wülfrather Chöre für den musikalischen Genuss sorgten. Ein Spektakel, auf das niemand mehr verzichten möchte.

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