Eine Lösung für die bucklige Oberfläche der Wiedenhofer Straße scheint gefunden zu sein: Ein glatter Streifen nach Essener Vorbild.

Ilse Zinnschlag (links), Gerti Anton und Altenheimleiterin Bettina Mayer (hinten) ärgern sich schon seit Jahren über die Stolperfalle vor ihrem Haus.
Ilse Zinnschlag (links), Gerti Anton und Altenheimleiterin Bettina Mayer (hinten) ärgern sich schon seit Jahren über die Stolperfalle vor ihrem Haus.

Ilse Zinnschlag (links), Gerti Anton und Altenheimleiterin Bettina Mayer (hinten) ärgern sich schon seit Jahren über die Stolperfalle vor ihrem Haus.

Simone Bahrmann, Archiv

Ilse Zinnschlag (links), Gerti Anton und Altenheimleiterin Bettina Mayer (hinten) ärgern sich schon seit Jahren über die Stolperfalle vor ihrem Haus.

Wülfrath. Betonsteinpflaster mit gewaschener Oberfläche - das könnte die Lösung für die Wiedenhofer Straße sein. Dort quälen sich seit vielen Jahren Rollstuhl- und Rollatorfahrer, aber auch Eltern mit Kinderwagen über das Kopfsteinpflaster. "Ein unhaltbarer Zustand", befand der Seniorenrat schon 2002.

Schließlich liegt das Haus-August-von-der-Twer an der Straße. Das holprige Pflaster ist für viele Bewohner eine unüberwindbare Hürde. Da nutzte es auch nichts, dass Anfang des Jahres vom von-der-Twer-Haus eine Rampe zur Straße gebaut wurde. War die Rampe bequem überwunden, ging es auf der Straße beschwerlich weiter.

"Es hat sich inzwischen ein dicker Ordner über die Wiedenhofer Straße gefüllt", sagt die Vorsitzende des Seniorenrates, Gertrud Brüggemann.

Mit dem Rollator zur Testfahrt nach Essen

Doch eine Fahrt mit Tiefbauamtsleiter Peter Pfeiffer nach der letzten Seniorenratsversammlung könnte die Lösung bringen. Pfeiffer hatte erfahren, dass es in Essen ein ähnliches Problem gab, das zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst wurde.

Pfeiffer, Gertrud Brüggemann und Brigitte Faktor statteten der Straße in Essen einen Besuch ab. Mit dabei: ein zusammenklappbarer Rollator, um den Belag auf Herz und Nieren zu testen. "Wir waren begeistert, der Belag war sehr glatt und ganz bequem zu befahren", urteilte Brüggemann nach dem Test. "Die Straße in Essen war ein wenig abschüssig, aber das hat nichts ausgemacht. Mit dem Rollator sind wir ganz bequem vorwärts gekommen", so Brüggemann.

Um 15 Uhr tritt am Mittwoch im Rathaus wieder der Seniorenrat zusammen. In öffentlicher Sitzung geht es unter anderem um das Vorbild des Essener Pflasters, die Seniorenratswahl 2010 und einen Vortrag von Hörakustik Geers.

Für Wülfrath sei das auch eine sehr gute Lösung. Sogar ganz normale Fußgänger hätten den glatten Streifen und nicht das Kopfsteinpflaster benutzt.

Die Essener Variante würde etwa 25.000 Euro kosten. Die Mittel hat Pfeiffer vorsorglich im Haushaltsplan 2010 angemeldet. Das Modell muss aber noch Ausschüsse und den Rat passieren.

"Vielleicht wird es ja im nächsten Jahr etwas mit dem Essener Modell auch für Wülfrath", hofft Brüggemann. Natürlich würde nicht die ganze Breite der Wiedenhofer Straße mit einem neuen glatten Belag versehen, "aber immerhin ein Streifen von etwa 1,20 Meter, der für Rollstühle und auch Kinderwagen reicht", sagt Gertrud Brüggemann.

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