Im Oktober werden die Anmeldungen angenommen. Die Stadt erwartet Verschiebungen wegen der Auflösung der Schulbezirke.

Auf dem Weg zum ersten Schultag: Um 160 i-Dötzchen werben im kommenden Jahr vier Grundschulen der Stadt.
Auf dem Weg zum ersten Schultag: Um 160 i-Dötzchen werben im kommenden Jahr vier Grundschulen der Stadt.

Auf dem Weg zum ersten Schultag: Um 160 i-Dötzchen werben im kommenden Jahr vier Grundschulen der Stadt.

dpa

Auf dem Weg zum ersten Schultag: Um 160 i-Dötzchen werben im kommenden Jahr vier Grundschulen der Stadt.

Wülfrath. Auf dem Papier lässt sich die Rechnung schön und schnell aufmachen. Etwa 160 Mädchen und Jungen sollen im Sommer 2008 an den vier Grundschulen der Stadt eingeschult werden. "Das macht sieben Klassen aus: jeweils zwei in der Ellenbeek sowie an Park- und Lindenschule und eine in Rohdenhaus", rechnet Schulverwaltungsamtsleiter Dietmar Ruda vor.
 
Er weiß auch, dass diese Möglichkeit eher theoretischer Natur ist. Ab dem 15. Oktober nehmen die Grundschulen die Neuanmeldungen an. In den vergangenen zwei Wochen haben sie um die 160 i-Dötzchen gebuhlt - mit Info-Abenden, Hochglanz-Flugblättern und offenen Türen.

Die Politik hat maximale Klassenzahlen festgelegt

Zum nächsten Jahr fallen die Schulbezirksgrenzen. "Es gibt einen Wettbewerb der Schulen", weiß Ruda, "mit ungewissem Ausgang." Bisher könne nur vermutet werden, dass sich das Anmeldeverhalten verändern werde. "Es wird Verschiebungen geben", erwartet Ruda.
 
Damit diese nicht den Rahmen sprengen, hat die Politik die maximale Klassenzahl pro Jahrgang und Schule festgelegt: Rohdenhaus hat demnach eine Klasse, alle anderen Schulen maximal drei. Insgesamt können so 300 Grundschüler in den ersten Klassen aufgenommen werden. Eine Zahl, von der Wülfrath im kommenden Jahr allerdings sehr weit entfernt ist.

Der Trend geht auch zur privaten Grundschule

Für 2008 weist der Schulentwicklungsplan 188 i-Dötzchen aus. "Davon sind einige bereits als so genannte Kann-Kinder vorzeitig eingeschult worden", merkt Ruda an. Zudem sorge ein anderer Trend dafür, dass die Zahl der potenziellen Erstklässler an den vier städtischen Grundschulen sinkt: "Immer häufiger wählen Eltern für ihre Kinder private Schulen aus." Dazu gehört die Freie Aktive Schule Wülfrath ebenso wie das Bergische Internat Erkrath oder die Internationale Schule Heiligenhaus.

Zwei Schulen stehen in Wülfrath besonders im Blickfeld: die chronisch gefährdete Grundschule Rohdenhaus und die Grundschule Ellenbeek. Die Stadtverwaltung bekräftigt gegenüber der WZ, dass sie den Erhalt des Schulstandortes Rohdenhaus unterstütze. "Auch aus finanziellen Gründen", so Kämmerer Wolfgang Peetz. Zudem sei die Schule in diesem Stadtteil wichtig für Integrationsarbeit.
 
Den geforderten Schulverbund mit der Grundschule Lindenstraße hat die Bezirksregierung aber noch nicht genehmigt. Für die Ellenbeek könnte die Aufhebung der Schulbezirke im nächsten Sommer eine besondere Auswirkung haben, gehörte doch Düssel in das Einzugsgebiet der dortigen Grundschule. "Die nächste Schule für die Düsseler ist aber die Parkschule", so Ruda. Der Weg in die Ellenbeek ist deutlich umständlicher.

Ob sich eine mögliche Veränderung der "Schülerwanderungen" auf die Schulbusse und die damit verbundenen Kosten auswirkt, lässt sich laut Ruda noch nicht abschließend beurteilen. "Da wir Tagespauschalen an die Unternehmer zahlen, hoffe ich, dass sich die Belastung nicht verändert. Das lässt sich aber erst nach den Anmeldungen sagen", so Ruda, der nicht ausschließt, dass eine neue Buslinie eingesetzt werden könnte. Für den Einsatz der Schulbusse und der Schoko-Tickets gibt Wülfrath alljährlich knapp 400 000 Euro aus.

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